Fga 2019 cover

Friedensgutachten 2019
Vorwärts in die Vergangenheit? Frieden braucht Partner

Vorwärts in die Vergangenheit – in diese Richtung bewegt sich aktuell die Politik im Umgang mit Fragen des Friedens und der Sicherheit. Errungenschaften der multilateralen Kooperation, die das friedliche Zusammenleben weltweit sichern halfen, werden Stück für Stück über Bord geworfen. In dieser Situation müssen die vorhandenen Regeln und Institutionen geschützt und zugleich neue Regeln und Verfahren der Friedenssicherung vorangetrieben werden. Beide Aufgaben lassen sich nur mit neuen Partnerschaften umsetzen. Das diesjährige Friedensgutachten diskutiert solche Partnerschaften in den einzelnen Feldern der Friedens- und Sicherheitspolitik.

Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Gutachten der deutschen Friedensforschungsinstitute (BICC / HSFK / IFSH / INEF) und erscheint seit 1987. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten untersuchen darin internationale Konflikte aus einer friedensstrategischen Perspektive und geben klare Empfehlungen für die Politik. Das Friedens­gutachten 2019 wird am 4. Juni auf der Bundes­presse­konferenz in Berlin vorgestellt. Im Anschluss diskutieren die Institute die Empfehlungen des Friedens­gutachtens in Ministerien, dem Kanzleramt, bei Bundes­tags­ausschüssen und Fraktionen der Parteien.

Die Beiträge des Friedensgutachtens sind über https://www.friedensgutachten.de/2019 zugänglich.

Fga 2019 cover

Flucht und Gewalt / Nachhaltiger Frieden
Debiel, Tobias/ Saalfeld, Jannis / Hinz, Sarah/ Johannsen, Margret/ Schmitz-Pranghe, Clara/ Vollmer, Ruth

Die Welt hat in den vergangenen Jahren kaum Fortschritte in zentralen Dimensionen nachhaltiger Friedenssicherung gemacht. Im Gegenteil: Die Zahl kriegerischer Gewaltkonflikte mit jeweils mehr als 25 Toten durch Kampfhandlungen pro Jahr ist auf 131 Konflikte gestiegen. Gewaltkonflikte und politische Repression sind die wichtigsten Ursachen für Flucht und Massenvertreibung und maßgeblich für den Anstieg der Geflüchteten auf jüngst 68,5 Mio. Menschen verantwortlich – ein Rekordniveau seit dem Zweiten Weltkrieg. Akteure des Globalen Nordens tragen durch ihre Kooperation mit autoritären Regimen, ihre Handels- und ihre Waffenexportpolitik zur Perspektivlosigkeit und Gewaltmobilisierung bei.

Welche Muster von Flucht und Gewalt lassen sich in den Regionen des Südens beobachten? Wie reagiert die EU auf Ursachen und Folgen von Flucht? Wo müssen die europäischen Institutionen sowie die Bundesregierung umsteuern? Diesen Fragen wenden sich die Autoren in ihrem Beitrag zum Friedensgutachten 2019 zu.

Der Beitrag steht hier zum Download zur Verfügung.

Fga 2019 cover

Vereinte Nationen unter Druck: Wo sich ein deutsches Engagement lohnt / Institutionelle Friedenssicherung
Deitelhoff, Nicole/ Witt, Antonia/ Bethke, Felix/ Coni-Zimmer, Melanie/ Dembinski, Matthias/ Hofmann, Gregor/ Junk, Julian/ Marauhn, Thilo/ Niemann, Holger/ Peez, Anton/ Peters, Dirk/ Ulbert, Cornelia/ Wisotzki, Simone

Die Vereinten Nationen (VN) leiden seit Jahren unter einem Entzug politischer und finanzieller Unterstützung, insbesondere in ihren zentralen Aufgaben der Friedensicherung. Dieser Trend hat sich seit dem Rückzug der
USA aus multilateralen Abstimmungsprozessen noch verschärft. Die damit einhergehende Erosion etablierter Regeln und die Schwächung internationaler Institutionen wiegen jedoch umso schwerer angesichts der zahlreichen Kriege
und Konflikte weltweit.

Die deutsche Außenpolitik ist daher gefordert, vorwärtsgerichtet zu agieren, denn „Frieden braucht Partner“. Es ist notwendig, diese zu identifizieren und mit ihnen neue Koalitionen und Kooperationsformen in den zentralen Feldern der Friedens- und Sicherheitspolitik zu entwickeln und umzusetzen. Aber auch Reforminitiativen der VN-Arbeits- und Organisationsstrukturen, sei es mit Blick auf den Sicherheitsrat oder die VN-Friedenssicherungsarchitektur benötigen die Unterstützung und den Gestaltungswillen Deutschlands.

Ansatzpunkte und Empfehlungen hierzu entwickelt das Team von Autorinnen und Autoren in seinem Friedensgutachten-Beitrag zum Schwerpunkt Institutionelle Friedenssicherung.
Der Beitrag steht hier zum Download zur Verfügung.

Friedensgutachten 2018 cover

Liberal-demokratische Friedenskonzepte unter Druck
Bethke, Felix S. / Debiel, Tobias / Hartmann, Christof / Poppe, Annika E. / Schablitzki, Jan / Wolff, Jonas

Seit 2010 haben kriegerische Konflikte zugenommen, gesellschaftliche Sicherheit hat sich verschlechtert. In vielen Ländern sind Demokratisierungsprozesse gewaltsam gescheitert, Regierungen schränken Freiheitsrechte und zivilge-
sellschaftliche Handlungsmöglichkeiten ein.

Die Autoren analysieren in ihrem Beitrag zum Friedensgutachten 2018 wie Menschen- und Freiheitsrechte weltweit zunehmend unter Druck geraten und geben Empfehlungen wie diesem Trend auf der nationalen, regionalen und internationalen Ebene entgegengewirkt werden kann.

Alle Inhalte und Kapitel des Friedensgutachtens 2018 stehen hier zum Download zur Verfügung.

Friedensgutachten 2018 cover

Friedensgutachten 2018
Mehr Diplomatie – weniger Rüstungsexporte

Von einer stabilen und gerechten Friedensordnung ist die Welt gegenwärtig weit entfernt. Die Kriege etwa im Nahen und Mittleren Osten und in Afrika fordern tausende Opfer und zwingen Menschen zur Flucht. Die gemeinsame Sorge für den Frieden auf dem Wege der internationalen Zusammenarbeit – beispielsweise in den Vereinten Nationen (UN) – wird von Konflikten überschattet. Von Deutschland und der Europäischen Union sind deshalb verstärkte Anstrengungen nötig, um Frieden in der Welt herzustellen und zu erhalten.

Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Gutachten der deutschen Friedensforschungsinstitute (BICC / HSFK / IFSH / INEF) und erscheint seit 1987. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten untersuchen darin internationale Konflikte aus einer friedensstrategischen Perspektive und geben klare Empfehlungen für die Politik.

Im vergangenen Jahr wurden Format und Layout des Friedensgutachtens einem aufwendigen Reformprozess unterzogen.

Alle Inhalte und Kapitel stehen hier zum Download zur Verfügung.

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