Publikationpublication 3

The Dual Nature of Transparency: Corporatization and Democratization of Global Production Networks
Zajak, Sabrina / Scheper, Christian

The chapter discusses the dual nature of corporate transparency politics in global production networks as a means of public control over corporate power but also an instrument of corporate power and profit maximization. The authors conceptualize four levels of transparency practices in global production networks (collecting, translating, knowledge-policy transfer and legitimacy politics). These link conflicts around corporate transparency with the broader debate about a changing relationship between states, markets and civil society. The chapter concludes by calling for a new research agenda on transnational transparency politics, which introduces a cultural-economic perspective on knowledge practices and links it with a political-sociological view on power and governance struggles.

Publikationpublication 3

Human Rights and Transparency Politics in Global Production Networks
Scheper, Christian / Zajak, Sabrina

Scheper und Zajak betonen die Bedeutung von Transparenzpolitik im Kontext von Wirtschaft und Menschenrechten. Während Transparenznormen zwar wichtig seien, seien es letztlich die konkreten politischen Prozesse der Informations- und Wissensgenerierung, die ausschlaggebend seien, um Verbesserungen oder Verschlechterungen für den Schutz der Menschenrechte in einen Zusammenhang mit Unternehmensaktivitäten zu bringen. Auf jeder Ebene in globalen Produktionsnetzwerken seien diese Prozesse machtvoll und umstritten. Erkennen wir die Bedeutung und den politischen Charakter dieser Prozesse an, so stelle sich die Frage, wie Transparenzpolitiken institutionell umgestaltet werden können, um öffentliche Regulierer und RechteinhaberInnen in die Lage zu versetzen, diese Prozesse aktiv zu steuern und zu kontrollieren.

Fga 2019 cover

Flucht und Gewalt / Nachhaltiger Frieden
Debiel, Tobias/ Saalfeld, Jannis / Hinz, Sarah/ Johannsen, Margret/ Schmitz-Pranghe, Clara/ Vollmer, Ruth

Die Welt hat in den vergangenen Jahren kaum Fortschritte in zentralen Dimensionen nachhaltiger Friedenssicherung gemacht. Im Gegenteil: Die Zahl kriegerischer Gewaltkonflikte mit jeweils mehr als 25 Toten durch Kampfhandlungen pro Jahr ist auf 131 Konflikte gestiegen. Gewaltkonflikte und politische Repression sind die wichtigsten Ursachen für Flucht und Massenvertreibung und maßgeblich für den Anstieg der Geflüchteten auf jüngst 68,5 Mio. Menschen verantwortlich – ein Rekordniveau seit dem Zweiten Weltkrieg. Akteure des Globalen Nordens tragen durch ihre Kooperation mit autoritären Regimen, ihre Handels- und ihre Waffenexportpolitik zur Perspektivlosigkeit und Gewaltmobilisierung bei.

Welche Muster von Flucht und Gewalt lassen sich in den Regionen des Südens beobachten? Wie reagiert die EU auf Ursachen und Folgen von Flucht? Wo müssen die europäischen Institutionen sowie die Bundesregierung umsteuern? Diesen Fragen wenden sich die Autoren in ihrem Beitrag zum Friedensgutachten 2019 zu.

Der Beitrag steht hier zum Download zur Verfügung.

Fga 2019 cover

Vereinte Nationen unter Druck: Wo sich ein deutsches Engagement lohnt / Institutionelle Friedenssicherung
Deitelhoff, Nicole/ Witt, Antonia/ Bethke, Felix/ Coni-Zimmer, Melanie/ Dembinski, Matthias/ Hofmann, Gregor/ Junk, Julian/ Marauhn, Thilo/ Niemann, Holger/ Peez, Anton/ Peters, Dirk/ Ulbert, Cornelia/ Wisotzki, Simone

Die Vereinten Nationen (VN) leiden seit Jahren unter einem Entzug politischer und finanzieller Unterstützung, insbesondere in ihren zentralen Aufgaben der Friedensicherung. Dieser Trend hat sich seit dem Rückzug der
USA aus multilateralen Abstimmungsprozessen noch verschärft. Die damit einhergehende Erosion etablierter Regeln und die Schwächung internationaler Institutionen wiegen jedoch umso schwerer angesichts der zahlreichen Kriege
und Konflikte weltweit.

Die deutsche Außenpolitik ist daher gefordert, vorwärtsgerichtet zu agieren, denn „Frieden braucht Partner“. Es ist notwendig, diese zu identifizieren und mit ihnen neue Koalitionen und Kooperationsformen in den zentralen Feldern der Friedens- und Sicherheitspolitik zu entwickeln und umzusetzen. Aber auch Reforminitiativen der VN-Arbeits- und Organisationsstrukturen, sei es mit Blick auf den Sicherheitsrat oder die VN-Friedenssicherungsarchitektur benötigen die Unterstützung und den Gestaltungswillen Deutschlands.

Ansatzpunkte und Empfehlungen hierzu entwickelt das Team von Autorinnen und Autoren in seinem Friedensgutachten-Beitrag zum Schwerpunkt Institutionelle Friedenssicherung.
Der Beitrag steht hier zum Download zur Verfügung.

Publikationpublication 3

Menschenrechte als private Legitimitätspolitik: Politische Autorität und völkerrechtliche Rechtfertigung von Unternehmenspraktiken
Scheper, Christian

In seinem Beitrag zeigt Christian Scheper, dass das Menschenrechtssystem diverse Möglichkeiten für transnationale Unternehmen bietet, ihr Handeln zu rechtfertigen, auch wenn es mit Rechtsverletzungen verbunden ist. Vor allem in Wertschöpfungsketten gehe das Konzept der Sorgfaltspflicht unzureichend mit institutionellen Stärkungen für RechteinhaberInnen einher. Daher seien weitere Reformen notwendig, etwa durch Sorgfaltspflichtengesetze.

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