Menschenrechte im Unternehmen durchsetzen-Internationale Arbeitnehmerrechte: Die UN-Leitprinzipien als Hebel für Betriebsräte und Gewerkschaften

Menschenrechte im Unternehmen durchsetzen-Internationale Arbeitnehmerrechte: Die UN-Leitprinzipien als Hebel für Betriebsräte und Gewerkschaften
Hadwiger, Felix / Hamm, Brigitte / Vitols Katrin / Wilke, Peter

Internationale Arbeitnehmerrechte gewinnen durch die voranschreitende Globalisierung weiter an Bedeutung. Basierend auf Fallstudien und Experteninterviews diskutieren die Autorinnen und Autoren die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Dabei stellen sie Anknüpfungspunkte für Gewerkschaften und Betriebsräte heraus und zeigen Strategien, Beteiligungsmöglichkeiten und Instrumente für die Sicherung von Arbeitnehmerrechten in Unternehmen weltweit auf.

Die globale Finanzkrise 2007/2008

Die globale Finanzkrise 2007/2008: Endpunkt einer neoliberalen Hegemonie? Der Wirtschafts- und Finanzdiskurs in den G20
Schablitzki, Jan

Die Studie von INEF-Mitarbeiter Jan Schablitzki überprüft, ob die jüngste globale Wirtschafts- und Finanzkrise 2007/2008 zu einem Bruch mit der Vorherrschaft neoliberalen Denkens führte. Dabei wird in einem ersten Schritt der Neoliberalismus in seiner Abgrenzung zu anderen Wirtschaftsvorstellungen definiert und basierend auf der Hegemonietheorie von Ernesto Laclau und Chantal Mouffe als hegemoniale Form identifiziert. Nach dem Aufbrechen der neoliberalen Hegemonie durch die Finanzkrise untersucht die Studie anschließend, ob sich weiterhin hegemoniale Spuren des Neoliberalismus in den Gipfelstellungnahmen der G20-Staats- und Regierungschefs zwischen 2008 und 2014 finden lassen und schließt mit einer Analyse, ob der Neoliberalismus auch diese Krise unbeschadet überstehen oder ob alternatives Denken bereits an Raum gewinnen konnte.

Rethinking Neo-Institutional Statebuilding - The Knowledge Paradox of International Intervention

Rethinking Neo-Institutional Statebuilding - The Knowledge Paradox of International Intervention
Finkenbusch, Peter

Dieses Buch untersucht, wie neo-institutionalistisches Statebuilding internationale Organe unterläuft. Interventionen nach dem Kalten Krieg bergen ein besonderes Paradox. Von Peace- und Statebuilding Projekten in kriegszerrütteten Gesellschaften bis hin zu Entwicklungsprogrammen der Weltbank wächst der Umfang externer Regulierung stetig, während es internationalen Entscheidern zunehmend schwer fällt, politische Projekte im Bezug auf den globalen Süden zu formulieren.

Dieses Buch der Routledge-Reihe „Studies in Intervention and Statebuilding“ versucht, Sinn in diese widersprüchliche Situation zu bringen, in der internationale Organe zunehmend Statebuilding betreiben, jedoch weniger über den Gegenstand wissen. Die Studie argumentiert, dass das Unwissen auf dem Niedergang verkürzenden, liberal-universalistischen Wissens beruht. Sie untersucht kritisch den Neo-Institutionalismus als ein dominantes Rahmenwerk, welches zeigt, wie das Scheitern von Interventionen den Weg zu einem umfassenderen, kontext-sensitiven und Bottom-Up-Engagement markiert. Als eine Bedingung und Effekt dieses expansiven Prozesses, wird liberal-universelles Wissen dekonstruiert. Paradoxerweise wissen politische Entscheider weniger, je mehr sie mittels neo-institutioneller Referenzrahmen lernen. Ohne diese epistemische Grundlage wird es schwieriger intentional in der Welt zu agieren und Politikinstrumente zu formulieren. Die Studie illustriert diese konzeptuellen Überlegungen anhand der Merida Initiative, einem US-Mexikanischen Sicherheitsabkommen, welches 2007 unterzeichnet wurde.

Friedensgutachten 2017

Friedensgutachten 2017
Schoch, Bruno/ Heinemann-Grüder, Andreas/ Hauswedell, Corinna/ Hippler, Jochen/ Johannsen, Margret (Hrsg.)

„Wie lässt sich Gewalt bändigen, wenn die kooperative Weltordnung zerfällt?” Dieser Frage widmen sich die Herausgeber und Herausgeberinnen in diesem Jahr im Friedensgutachten 2017, das am 30. Mai in Berlin vorgestellt wurde. Anlässlich der Konflikte in Syrien und dem Jemen fordern die fünf führenden deutschen Friedens- und Konfliktforschungsinstitute mehr humanitäre Hilfe und eine internationale Debatte über Schutzzonen. Deutsche Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien aber auch in die Türkei verurteilen die Herausgeber und Herausgeberinnen angesichts der Konflikte in der Region scharf. Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) solle zudem zu einer EU-Krisenpräventionsagenda ausgebaut werden. Die Herausgeber und Herausgeberinnen der fünf deutschen Friedensforschungsinstitute Bruno Schoch (HSFK), Andreas Heinemann-Grüder (BICC), Corinna Hauswedell (FEST), Jochen Hippler (INEF) und Margret Johannsen (IFSH), bündeln in ihrer überspannenden Stellungnahme aktuelle Entwicklungen und richten Empfehlungen an die Bundesregierung und die Regierungen Europas.

Das Friedensgutachten erscheint seit 1987 und wird in diesem Jahr erneut gefördert durch die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF).

Friedensgutachten 2016

Friedensgutachten 2016
Johannsen, Margret / Schoch, Bruno / Mutschler, Max M. / Hauswedell, Corinna / Hippler, Jochen (Hrsg.)

“Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlingspolitik solidarisch gestalten”. Mit dieser Forderung richten sich die Herausgeber und Herausgeberinnen des Friedensgutachten 2016 in diesem Jahr an die Bundesregierung und die Regierungen Europas. Anlässlich des dominierenden Themas in Politik und Medien stellt auch das diesjährige Friedensgutachten Flucht und Fluchtursachen in den Fokus, wobei diesen der zentrale Begriff der Verantwortung gegenübergestellt wird. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen beurteilen dabei die Konfliktrealität aus friedenspolitischer Perspektive und gehen beispielsweise auf die Konflikte im Irak und in Syrien sowie deren Auswirkungen auf die bereits instabile Region ein. Die Herausgeber und Herausgeberinnen Margret Johannsen (IFSH), Bruno Schoch (HSFK), Max M. Mutschler (BICC), Corinna Hauswedell (FEST) und Jochen Hippler (INEF) stützen ihre überspannende Stellungnahme auf diese Beiträge.

Das Friedensgutachten erscheint seit 1987 und wird im Auftrag der fünf deutschen Friedensforschungsinstitute herausgegeben. Es wird in diesem Jahr gefördert durch die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF).

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