PVS Sonderheft 48

Entwicklungstheorien: Weltgesellschaftliche Transformationen, entwicklungspolitische Herausforderungen, theoretische Innovationen
Müller, Franziska / Sondermann, Elena / Wehr, Ingrid / Jakobeit, Cord / Ziai, Aram (Hrsg.)

In den letzten drei Jahrzehnten haben weitreichende globale Transformationsprozesse den Gegenstandsbereich der Entwicklungsforschung grundlegend verändert und Entwicklungspolitik und -theorie vor neue Herausforderungen gestellt. Das PVS-Sonderheft 2013, das von INEF-Mitarbeiterin Elena Sondermann mitherausgegeben wurde, nimmt eine Aufarbeitung der neueren Diskussionen und des aktuellen Forschungsstandes vor.
In einem ersten Teil wird zunächst auf die zentralen Veränderungen des Gegenstandsbereichs angesichts der tief greifenden weltgesellschaftlichen Transformationsprozesse eingegangen. Im zweiten Abschnitt wird dargestellt, wie diese neuen Herausforderungen in der entwicklungspolitischen Debatte aufgegriffen und theoretisch verarbeitet wurden. Im dritten, zentralen Abschnitt wird dargestellt, wie sich das Selbstverständnis der Entwicklungsforschung durch neuere theoretische Ansätze verändert hat bzw. sogar in Frage gestellt wurde.
Mit Beiträgen von INEF-Geschäftsführerin Cornelia Ulbert, Elena Sondermann und Guido Ashoff, Marcel Baumann, Ulrich Brand, Tobias ten Brink, Hans-Jürgen Burchardt, Claudia Derichs, Kristina Dietz, Dana de la Fontaine, Gerhard Hauck, Stephan Klingebiel, Reinhart Kößler, Rahel Kunz, Sabine Kurtenbach, Philipp Lepenies, Elisio Macamo, Christian May, Chris Methmann, Franziska Müller, Andreas Nölke, Angela Oels, Helen Schwenken, Elisabeth Tuider, Ingrid Wehr, Aram Ziai, Gabriele Zdunnek und Thomas Zitelmann.

Friedensgutachten 2014

Friedensgutachten 2014
Werkner, Ines-Jacqueline / Kursawe, Janet / Johannsen, Margret / Schoch, Bruno / von Boemcken, Marc (Hrsg.)

Europa: Friedensprojekt am Ende?
1914 brach in Europa der Erste Weltkrieg aus. Einhundert Jahre später hat sich der einst so kriegerische Kontinent fundamental verändert. Mit dem Ende des Ost-West-Konflikts bot sich die Chance, die Teilung Europas zu überwinden und ein Friedensprojekt zu realisieren, das auch auf seine Nachbarschaft ausstrahlt. Schnell wurden aber auch die Grenzen dieser Vision deutlich: die Balkankriege, die Anschläge vom 11. September 2001 oder auch die jüngsten Kriege und Konflikte weltweit. Seit den 1990er Jahren hat die Europäische Union neue sicherheitspolitische Institutionen geschaffen, ihre operativen Fähigkeiten ausgebaut und damit wichtige Weichen künftiger Politik gestellt. Wie aber wirken diese Instrumente? Kann die Europäische Union einen Beitrag zur Entmilitarisierung leisten und die Erwartungen erfüllen, die Alfred Nobel mit dem Friedenspreis verband? Oder geht von ihr doch ein „Euromilitarismus“ aus? Wie ernst ist uns der Schutz vor Verfolgung und die Achtung von Menschenrechten an Europas Außengrenzen? Das Friedensgutachten stellt sich diesen Fragen und zieht kritisch Bilanz.
Zudem richten wir unseren Blick auf die Rolle von Religion in Gewaltkonflikten, auf den Cyberspace als einen neuen Schauplatz der Kriegsführung sowie auf aktuelle Brennpunkte. Neben der Situation in der Ukraine sind dies die Konflikte in Syrien, Afghanistan und Pakistan.

(Dys-)Functionalities of Corruption - ZfVP Sonderheft

(Dys-)Functionalities of Corruption
Debiel, Tobias / Gawrich, Andrea (Eds.) (in collaboration with Holger Niemann)

Korruption wird gemeinhin als Hemmnis für politische Entwicklung, wirtschaftliches Wachstum und eine demokratische Willensbildung verstanden, aber eine vergleichende Perspektive auf die Effekte von Korruption für unterschiedliche politische Regime kann erstaunlich komplexe Ergebnisse hervorbringen. Die anhaltende Beständigkeit von Korruption unterstreicht dabei, dass das Phänomen nicht ausschließlich hemmende Auswirkungen hat, sondern dass es vielmehr auch sehr funktionale Effekte hervorbringen kann. Das vorliegende Sonderheft versammelt Beiträge aus der Vergleichenden Regierungsforschung, Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft, die genau diese (Dys-)Funktionalitäten in politischen Systemen aus unterschiedlichen Weltregionen in den Mittelpunkt ihrer Untersuchungen rücken. Von zentraler Bedeutung für eine vergleichende Korruptionsforschung ist dabei ein pluralistisches Methodenverständnis. Obgleich international in der Politikwissenschaft wie den Wirtschaftswissenschaften quantitative Zugänge verstärkt herangezogen werden, betont das Sonderheft die Bedeutung eines pluralistischen methodischen Zuganges, um die komplexen und vielschichtigen Effekte von Korruption erfassen zu können. Gleichfalls bedeutsam ist eine vergleichende Perspektive, die verschiedene Weltregionen einbezieht, um die unterschiedlichen Funktionen für sich entwickelnde Länder, Transformationsländer und industrialisierte Länder angemessen beleuchten zu können.

Das Editorial steht auf der Website des Springer VS online zur Verfügung. Es kann hier heruntergeladen werden.

Das Inhaltsverzeichnis des Sonderhefts steht hier zur Verfügung.

Global Dialogues 2

Relational Sensibility and the 'Turn to the Local'. Prospects for the Future of Peacebuilding, Global Dialogues 2
Chadwick, Wren / Debiel, Tobias / Gadinger, Frank (eds.)

Die “Global Dialogues” bilden den intellektuellen und interdisziplinären Austausch im Kontext des Käte Hamburger Kollegs/Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21) und seiner Veranstaltungen ab. Sie beleuchten Themen aus unterschiedlichen Perspektiven und richten sich an ein breites Fachpublikum.
ISSN 2198-1957 (Print)
ISSN 2198-0403 (Online)

Diese Ausgabe der Global Dialogues präsentiert eine Sammlung kurzer Beiträge, die sich kritisch mit dem “local turn” in den gegenwärtigen Debatten um Peacebuilding auseinandersetzen und den zu beobachtenden Wandel in den Diskursen und Praktiken kritisch reflektieren. Die Beiträge beziehen sich auf konzeptionelle und methodologische Forschungsdiskussionen über diese Entwicklung, die bei einem Workshop des Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research im Mai 2013 stattgefunden und zu einer lebhaften Debatte über die forschungspraktischen Konsequenzen geführt haben. Die Autorinnen und Autoren versuchen in ihren unterschiedlichen Zugängen, den Herausforderungen einer geforderten “relationalen Sensibilität” in der Praxis des Peacebuilding zu begegnen. Dadurch soll die kritische Debatte fortgeführt werden, welche Formen des Engagements und der kulturellen Interaktion in Prozessen des Peacebuilding möglich sind und wie diese zukünftig gestaltet werden können.

Key words: Peacebuilding; liberal peace; agency; hybridity; non-linearity; new materialism; conflict resolution; indigenous peace-making.

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