'Community Driven Development' oder 'Development Driving the Community'? Stakeholder-Partizipation bei der dörflichen Trinkwasserversorgung in Kirgistan (Projekt Working Paper No. 7)
Neumann, Stefan

Die vorliegende Arbeit stellt den siebten und letzten Teilbeitrag einer Publikationsreihe dar, die die Ergebnisse des Forschungsvorhabens „Partizipation in der Landesentwicklung und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit in Zentralasien am Beispiel von Kirgistan und Tadschikistan” dokumentiert. Das mit Fördermitteln der VW-Stiftung unterstützte Projekt wurde zwischen 2005 und Anfang 2011 in Deutschland und in Zentralasien durchgeführt. An den Forschungsarbeiten waren auf deutscher Seite Frank Bliss (Professor für Ethnologie an der Universität Hamburg) und Stefan Neumann (Ethnologe und freier entwicklungspolitischer Gutachter) beteiligt. Yulia Glagoleva unterstützte die Bearbeiter mit Recherchen und Übersetzungen. In Kirgistan wirkten die Sozialwissenschaftlerin Zura Medikulova und die Ethnologin Nazira Kasenova sowie die Akademie der Wissenschaften mit ihrer sozialwissenschaftlichen Abteilung mit. In Tadschikistan waren als Forschungsmitarbeiter Muyassar Kozieva und Anoyatschoew Mubaraksho sowie als institutionelle Partner die Universität von Chatlon (2005-2007) und die Universität von Chorog (ab 2009) beteiligt. Ziel des Forschungsvorhabens war die Untersuchung von partizipativen Prozessen innerhalb der Landesentwicklung bzw. von Transformationen, insbesondere der Dezentralisierung und Privatisierung von vormals staatlichen Aufgaben, in den beiden zentralasiatischen Republiken Kirgistan und Tadschikistan. Das vorliegende Arbeitspapier befasst sich mit der Konzeption und Praxis von Partizipation in Kirgistan bei der Durchführung konkreter Entwicklungsprojekte auf Ebene der Landgemeinden (Aiyl Okmotu) und einzelner Dörfer (aiyl), dargestellt am Beispiel von Projekten zur dörflichen Trinkwasserversorgung der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB), der Weltbank und des britischen Department for International Development (DFID) (letzteres in seiner Eigenschaft als Co-Finanzier des von der Weltbank geförderten Projekts).
siehe auch: .

Cover Neumann Working Paper No. 6

Partizipation in der nationalen Entwicklungsplanung und -implementierung Kirgistans (Projekt Working Paper No. 6)
Neumann, Stefan

Das vorliegende „Working Paper“ fasst wichtige Ergebnisse für die Bevölkerungsbeteiligung sowie Partizipation anderer wichtiger Stakeholder in der nationalen Entwicklungsplanung und -implementierung Kirgistans zusammen. Die Stakeholder-Partizipation auf dezentraler Ebene wurde bereits in einem vorhergehenden Working Paper (Neumann 2011) analysiert. Diese Veröffentlichung schließt zudem an die Publikation weiterer Teilergebnisse des Forschungsvorhabens an, die wir seit 2007 publiziert haben. Sie sind am Ende dieser Studie verzeichnet und in vielen Fällen auch online verfügbar. Bevor wir uns den verschiedenen Phasen, Strategien und Dokumenten zuwenden, die die Rolle von Partizipation in der nationalen Entwicklungsplanung und -implementierung Kirgistans erfassen, und bevor wir diese einordnen und kontextualisieren, sollen in einer Rückblende die PRSPs in globaler Sicht als moderates Umsteuern von Weltbank und IWF eingeordnet und anschließend die regionalen Spezifika Zentralasiens – und hier insbesondere Kirgistans – dargelegt werden.

Cover_Bliss, Frank_Partizipation Tadschikistan

Partizipation in der ländlichen Entwicklung und der Wasserversorgung in Tadschikistan (Projekt Working Paper No. 5)
Bliss, Frank

Das vorliegende Arbeitspapier befasst sich mit der Praxis von Partizipation in Tadschikistan bei der Durchführung konkreter Entwicklungsprogramme und -projekte auf Ebene der Landgemeinden (Jamoāt) und einzelner Dörfer (kischlak). Die hier zusammenfassend präsentierten Teilergebnisse der Untersuchung basieren auf den gesammelten Daten von insgesamt fünf projektbezogenen Forschungsreisen insbesondere in die Regionen von Chatlon und den Autonomen Oblast Gorno Badachschan (GBAO). Ebenfalls genutzt werden konnten mehrere Grundlagenstudien, die der Verfasser in Tadschikistan selbst koordiniert hat, sowie fünf Evaluationen, die von ihm im Fremdauftrag u.a. in Sughd und Chatlon durchgeführt wurden. Hierbei wurden zahlreiche Entwicklungsprojekte besucht und mit Blick auf die Bevölkerungsbeteiligung bei Planung und Implementierung sowie auf die entwicklungspolitischen Wirkungen untersucht.

Partizipation in der dezentralen Entwicklungsplanung und -implementierung Kirgistans (Projekt Working Paper No. 3)
Neumann, Stefan

Die Studie befasst sich mit dem Dezentralisierungsprozess in Kirgistan.
Dieser ist kaum vorangekommen, obwohl es intensive internationale Bemühungen gab. Auch hatte die Regierung bei der Entwicklung einer übergreifenden Entwicklungs- bzw. Armutsbekämpfungsstrategie
bereits zur Jahrtausendwende eine politische Verpflichtungserklärung abgegeben und immer wieder erneutert. Was bisher das Etikett “politische Dezentralisierung” trägt, bleibt solange Stückwerk, wie es nicht mit hinreichenden finanziellen Mitteln für die Gemeinden unterfüttert wird. Diese Mittel müssen aus eigenen Einnahmen auf lokaler Ebene und rechtlich abgesicherten staatlichen Zuwendungen bestehen.

Trotz der Wiederauflage von Dezentralisierungsbestrebungen nach der Amtsenthebung des vormaligen Präsidenten Bakiew ist das Land noch weit von einer nennenswerten fiskalischen Dezentralisierung entfernt. Der Staat stiehlt sich in vielerlei Hinsicht aus seiner Verantwortung. Neben den zentralen Akteuren auf Gemeindeebene befasst sich das Papier in diesem Kontext auch mit den Einstellungen der Bevölkerung.
Fraglich erscheint, ob die Wählerschaft eine Kontrolle ihrer Vertreter überhaupt anstrebt oder ob sie nicht vielmehr im Einklang mit ihrer historischen Erfahrung eher auf die Versorgung mit zentralstaatlichen Dienstleistungen setzt.

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