Friedensgutachten 2006

Aktuell

Das Friedensgutachten 2006 wurde am 31. Mai 2006 der stellvertretenden Bundestagspräsidentin, Frau Dr. Susanne Kastner, überreicht und dem Auswärtigen Ausschuss, dem Verteidigungsausschuss, sowie dem Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Gesprächen vorgestellt. Am 1. Juni wurde es in der Bundespressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert (Pressemitteilung).

Das Friedensgutachten 2006 befasst sich mit zentralen Herausforderungen für Frieden und Sicherheit: den Machtasymmetrien im internationalen System, ökonomischer und sozialer Ungerechtigkeit, Zerfallsprozessen in Staaten und Gesellschaften sowie der internationalen Waffen- und Rüstungskonkurrenz. In den meisten Gewaltkonflikten wirken mehrere dieser Faktoren zusammen. Mit veränderten Erklärungs- und Handlungsmustern reagieren Wissenschaft und Politik: der Erweiterung des Sicherheitsbegriffs, der robusten Ausbreitung von Demokratie und Menschenrechten, neuen Einsatzdoktrinen für militärische Mittel. Was leisten die Konzepte, was leisten sie nicht? Wichtige friedenspolitische Reformprojekte haben ihre Erwartungen verfehlt. Die Erneuerung der Vereinten Nationen ist im Ansatz stecken ge- blieben, die ehrgeizigen Millenniumsentwicklungsziele harren der Verwirklichung, die internationale Rüstungskontrolle tritt auf der Stelle, die europäische Integration stagniert. Die Gefahr terroristischer Gewalt und der Griff suspekter Regierungen nach Massenvernichtungswaffen beherrschen die Sicherheitssorgen westlicher Gesellschaften. Wie begründet sind sie? Die EU bemüht sich, die ganze Palette nötiger Strategien und Instrumente zur Krisenbewältigung und Friedenssicherung vorzuhalten. Sind es die richtigen? Zeigen sie Wirkung?

Das Friedensgutachten 2006 ist erschienen im LIT-Verlag, Münster. ISBN: 3-8258-9511-4; 12,90 €

Frühere Friedensgutachten

Friedensgutachten 2005
Friedensgutachten 2004

Coverbild Friedensgutachten 2004 didaktisch

Friedensgutachten 2004 didaktisch

Unterrichtshilfen und Materialien zu vier zentralen Themenbereichen des Friedensgutachtens 2004. Herausgeber und Bezug: Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V., www.friedenspaedagogik.de

Das Friedensgutachten

Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Jahrbuch der fünf wissenschaftlichen Institute für Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland. Es wird im Auftrag des Bonn International Center for Conversion (BICC), der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST), der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und des Instituts für Entwicklung und Frieden der Universität Duisburg-Essen (INEF) herausgegeben von Reinhard Mutz, Bruno Schoch, Corinna Hauswedell, Jochen Hippler und Ulrich Ratsch..

Rund vierzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen untersuchen die internationale Konfliktrealität aus friedensstrategischer Perspektive. Auf ihre Analysen stützt sich die Stellungnahme der Herausgeber. Sie zieht Bilanz, pointiert die Ergebnisse und formuliert Empfehlungen für die friedens- und sicherheitspolitische Praxis in Deutschland und Europa.