Friedenswarte 2015

Deutsche Verantwortung für eine europäische Friedensordnung - Zivil oder militärisch?
Einladung zu einer Podiumsdiskussion am 25. Juni 2015 in Brüssel

2014 hatte Bundespräsident Gauck mit seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz die Debatte um die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik angestoßen, indem er eine stärkere Rolle Deutschlands in der Welt gefordert hat. Deutschland solle sich als guter Partner „früher, entschiedener und substantieller“ einbringen, so Gauck. Dabei hatte er auch Militäreinsätze als letztes Mittel einbezogen und sich damit viel Kritik eingehandelt. Heute bedrohen die an-dauernden Konflikte in Syrien und in der Ukraine die internationale Friedensordnung. Während sich Deutschland z.B. in der Ukraine intensiv für eine politische Lösung einsetzt, bleibt die Frage, wie darüber hinaus die deutsche Verantwortung für eine europäische Friedensordnung jenseits militärischer Operationen aussehen könnte, weiterhin offen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sieht Deutschland als Teil einer zukünftigen europäischen Ver-teidigungsunion. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für den Europäischen Rat im Juni zur Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, bei dem auch die Ausarbeitung einer neuen und breiter angelegten Europäischen Sicherheitsstrategie auf der Agenda stehen könnte. Welche Rolle werden in diesem Kontext die zivilen Konfliktlösungsansätze spielen? Darüber möchten wir mit Ihnen und Fachleuten im Rahmen der Vorstellung des Friedengutachtens diskutieren.

18.06.2015

Friedensgutachten

Friedensgutachten 2015
Janet Kursawe / Margret Johannsen / Claudia Baumgart-Ochse / Marc von Boemcken / Ines-Jacqueline Werkner (Hrsg.)

„Deutschland muss mehr Verantwortung für den Frieden übernehmen“, wenden sich die Herausgeberinnen und der Herausgeber des diesjährigen Friedensgutachtens an die Bundesregierung, und greifen damit den Ruf nach mehr internationaler Verantwortung und die breitere öffentliche Debatte über Deutschlands Rolle in der Welt auf. Unter Federführung von INEF-Mitarbeiterin Dr. Janet Kursawe entstand das diesjährige Friedensgutachten, das im Auftrag der fünf deutschen Friedensforschungsinstitute herausgegeben und von der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) gefördert wird. In zehn Kapiteln nähern sich die Autorinnen und Autoren dem Schwerpunkt „Verantwortung für den Frieden“ mit so unterschiedlichen Beiträgen wie „Deutsche Verantwortung für den Frieden in Europa – das Beispiel der Ukraine“, „Friedensförderung im Spannungsfeld zwischen Geschlechtergerechtigkeit und lokalen Differenzen“ oder etwa von INEF-Mitarbeiterin Angelika Spelten „Prävention – ein Plädoyer für mehr Realitätsbezug“. Darüber hinaus widmen sich Beiträge „Aktuellen Brennpunkten“, so z. B. INEF-Geschäftsführerin Dr. Cornelia Ulbert der „Ebola-Epidemie als Herausforderung für staatliches und internationales Handeln: Diagnose und Lehren“ und INEF-Mitarbeiter PD Dr. Jochen Hippler in „Der „Islamische Staat“ – Auseinandersetzungen um den Charakter von Staatlichkeit in der MENA-Region“.

17.06.2015

Globale Trends 2015

Globale Trends 2015 - Perspektiven für die Weltgesellschaft
Michèle Roth / Cornelia Ulbert / Tobias Debiel (Hrsg.)

Mit den Globalen Trends 2015 setzen die Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) und das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF), die seit 1991 existierende Reihe der Analysen aktueller Trends in den Bereichen Frieden und Sicherheit, Weltgesellschaft sowie Weltwirtschaft und Nachhaltigkeit fort. Wie auch in den vorangegangenen Ausgaben wurden für dieses Standardwerk eine Fülle an weltweit verfügbaren Daten und Informationen anschaulich aufbereitet. Für die Globalen Trends 2015 konnten mit dem Käte Hamburger Kolleg/Center for Global Cooperation Research, einem interdisziplinären Zentrum für globale Kooperationsforschung der Universität Duisburg-Essen, ein weiterer institutioneller Mitherausgeber gewonnen werden.

10.06.2015

Handbuch Wirtschaft und Menschenrechte

Handbuchbeitrag: Wirtschaft und Menschenrechte
von Brigitte Hamm und Christian Scheper

Die wirtschaftliche Globalisieriung stellt in den vergangenen Jahrzehnten das existierende Menschenrechtsregime vor neue Herausforderungen. Zunehmend wird auch eine menschrechtliche Verantwortung von Seiten der Wirtschaft eingefordert. Somit wird die Pflicht der Staaten, die Menscherechte zu schützen, an die Bedinungen der Globalisierung angepasst. Diese Perspektive der Umsetzung der Menschrechte im Kontext wirtschaftlicher Globalisierung sowie vor dem Hintergrund der Unternehmensverantwortung behandeln Brigitte Hamm und Christian Scheper in ihrem Beitrag “Wirtschaft und Menschenrechte” für das “Handbuch der Menschenrechte” des Forums Menschrechte.

16.06.2015

Kooperationspartnerschaften des INEF


Im Feld der Anwendungsorientierung und Politikberatung arbeitet das INEF besonders eng mit der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) sowie der Arbeitsgemeinschaft Friedens und Entwicklung (FriEnt) und der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung e.V. zusammen.

Im Feld der Forschung sowie der Graduiertenausbildung ist das INEF am Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21) sowie am UAR Graduate Centre for Development Studies beteiligt.

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