Publikationen

 Journal of Intervention and Statebuilding Vol. 10 No. 2

From Promoting to De-emphasizing ‘Ethnicity’: Rethinking the Endless Supervision of Kosovo
Bargués-Pedreny, Pol

Die Strategie internationaler Statebuilder, ein friedliches und multi-ethnisches Kosovo zu erzielen, hat sich gewandelt: Von einer Top-Down Institutionalisierung einer multi-ethnischen Gesellschaft zur Zeit der UNMIK (1999-2008) hin zu einer neutralen und technischen Verwaltung der Gesellschaft mit einem Fokus auf die Reduktion ethnischer Teilung (EULEX und ICO nach 2008). Trotz dieses Wandels im Verständnis von Statebuilding, identifiziert der Artikel dominante Spannungen zwischen den Praktikern in beiden Perioden. Er teilt mit anderen Studien die Einschätzung, dass weitere internationale Unterstützung der Schlüssel zu einem tatsächlich inklusiven Frieden ist. Diese geteilte Annahme, so wird argumentiert, basiere auf dem Glauben, dass die Probleme des Kosovo in einem „ethnisches Denken“ begründet sind; einer psycho-sozialen Dysfunktion. Die psycho-soziale Rahmung der Probleme – unabhängig davon, ob der Lösungsprozess ethnische Differenzen betont oder nicht – beinhaltet ein konstantes und zeitlich unbegrenztes Internationales Management des Kosovo.

 Journal of Intervention and Statebuilding Vol. 10 No. 2

Expansive Intervention as Neo-Institutional Learning: Root Causes in the Merida Initiative
Finkenbusch, Peter

Internationale Interventionen sind seit den 1990er Jahren in der Reichweite ihrer Politiken stark gewachsen. Während Neoliberale die Expansion von internationalen Interventionen als einen Versuch verstehen, an den sozio-kulturellen Vorbindungen liberaler Marktwirtschaft zu arbeiten, sehen Foucault´sche Gouvernementalitätsstudien in ihr ein Set von zunehmend invasiven Disziplinartechniken. Das Papier schlägt eine andere Perspectikve vor: Neo-institutionelles lernen. Anhand einer Fallstudie der Merida Initiative, einem U.S.-mexikanischen Sicherheitsabkommen aus dem Jahr 2007, argumentiert das Papier, dass Expansion schrittweise aus der Entdeckung neuer, „tiefer“-liegender Institutionen erwächst. Der entscheidende Punkt ist, dass die Erforschung neuer, „tiefer“-liegender, oft informeller, Institutionen die Dekonstruktion von liberal-universalen Wissensformen erfordert. Diese Dynamik leistet einem Paradox Vorschub: Umso mehr Intervenierende empirisch lernen, umso weniger wissen sie analytisch.

Friedensgutachten 2016

Friedensgutachten 2016
Johannsen, Margret / Schoch, Bruno / Mutschler, Max M. / Hauswedell, Corinna / Hippler, Jochen (Hrsg.)

“Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlingspolitik solidarisch gestalten”. Mit dieser Forderung richten sich die Herausgeber und Herausgeberinnen des Friedensgutachten 2016 in diesem Jahr an die Bundesregierung und die Regierungen Europas. Anlässlich des dominierenden Themas in Politik und Medien stellt auch das diesjährige Friedensgutachten Flucht und Fluchtursachen in den Fokus, wobei diesen der zentrale Begriff der Verantwortung gegenübergestellt wird. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen beurteilen dabei die Konfliktrealität aus friedenspolitischer Perspektive und gehen beispielsweise auf die Konflikte im Irak und in Syrien sowie deren Auswirkungen auf die bereits instabile Region ein. Die Herausgeber und Herausgeberinnen Margret Johannsen (IFSH), Bruno Schoch (HSFK), Max M. Mutschler (BICC), Corinna Hauswedell (FEST) und Jochen Hippler (INEF) stützen ihre überspannende Stellungnahme auf diese Beiträge.

Das Friedensgutachten erscheint seit 1987 und wird im Auftrag der fünf deutschen Friedensforschungsinstitute herausgegeben. Es wird in diesem Jahr gefördert durch die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF).

Friedensgutachten 2016

Stellungnahme der Herausgeber und Herausgeberinnen: Aktuelle Entwicklungen und Empfehlungen
Johannsen, Margret / Schoch, Bruno / Mutschler, Max M. / Hauswedell, Corinna / Hippler, Jochen

Dieser Beitrag ist im Friedengutachten 2016 erschienen.

Weitere Artikel und Informationen zum Friedensgutachten finden Sie unter den INEF-Serien.

Friedensgutachten 2016

Flucht und Fluchtursachen
Hippler, Jochen

Dieser Beitrag ist im Friedengutachten 2016 erschienen.

Weitere Artikel und Informationen zum Friedensgutachten finden Sie unter den INEF-Serien.

UAR Working Papers on Development and Global Governance - No. 12

Corruption and Political Stability in Post-Conflict Countries: Is there really a Trade-Off? UAR Working Paper No. 12
Perlick, Franziska

Die Annahme, dass es einen Trade-Off zwischen dem Korruptionsniveau
und der politischen Stabilität in einer Nachkriegssituation geben könnte,
besteht seit längerem in der Peacebuilding Debatte. Aber hinsichtlich der
Wirkung von Korruption auf politische Stabilität gehen die
Expertenmeinungen stark auseinander.
Die vorliegende Studie geht anhand von Nachkriegsgesellschaften der
Frage nach, ob Korruption ein nennenswertes Hindernis für Peacebuilding
darstellt oder aber eher einen stabilisierenden Effekt hat. Hierbei wird das
Konzept der Hybriden Politischen Ordnung genutzt, um Nachkriegsgesellschaften zu modellieren. Die Grundannahmen der
Literaturanalyse zentraler Konzepte des Peacebuilding sowie der
Korruptionsbekämpfung werden anhand der Fallstudie Sierra Leone im
Zeitraum 2002-2012 geprüft.
Ausgehend von unterschiedlichen Konzepten von Faktoren politischer
Stabilität, wie beispielsweise Legitimität, wird deutlich, dass der Effekt von
Korruption je nach sozio-ökonomischem und sozio-kulturellem Kontext,
sehr unterschiedlich ist und nicht notwendigerweise destabilisierend sein
muss.
Schlüsselworte: Nachkriegsgesellschaften, Sierra Leone, Korruption,
Hybride Politische Ordnungen, politische Stabilität, Peacebuilding.

 Peacebuilding in Crisis. Rethinking Paradigms and Practices of Transnational Cooperation

Peacebuilding in Crisis: Rethinking Paradigms and Practices of Transnational Cooperation
Debiel, Tobias / Held, Thomas / Schneckener, Ulrich (eds.)

 Peacebuilding in Crisis. Rethinking Paradigms and Practices of Transnational Cooperation

Rethinking the Local in Peacebuilding: Moving Away From the Liberal/ Post-Liberal Divide
Debiel, Tobias / Rinck, Patricia

Business and Human Rights in the Global Economy

Business and Human Rights in the Global Economy
Hamm, Brigitte (ed.)

Die von INEF-Mitarbeiterin Dr. Brigitte Hamm herausgegebene Aufsatzsammlung „Business and Human Rights in the Global Economy“ richtet sich insbesondere an Studierende. Der Sammelband zeichnet den Diskurs nach, der 2011 zur Verabschiedung der UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte durch den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen führte. Diese Leitprinzipien gelten als das derzeit wichtigste Instrument zur Steuerung von Unternehmensverhalten in der globalen Wirtschaft. Die Menschenrechte bilden hierbei die normative Grundlage. Durch die Verknüpfung verbindlicher staatlicher Schutzpflichten für die Menschenrechte und einer auf Freiwilligkeit und Corporate Social Responsibility basierenden Vorstellung einer Unternehmensverantwortung für die Menschenrechte sollen durch die Umsetzung der Leitprinzipien globale Steuerungslücken geschlossen werden.

Für ein besseres Verständnis dieses Ansatzes ist das Buch in fünf Abschnitte untergliedert:
• Die Gesichte des Menschenrechtsregimes der Vereinten Nationen;
• Corporate Social Responsibility als ein Governance Modus, der private Selbststeuerung und transnationale Co-Regulierung betont;
• Menschenrechtliche Herausforderungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie und dem extraktiven Sektor;
• Der Diskurs über Wirtschaft und Menschenrechte;
• Die UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte.

The German Press Discourse on the (New) Green Revolution in Sub-Saharan Africa

The German Press Discourse on the (New) Green Revolution in Sub-Saharan Africa
Mahla, Anika

Publikationen suchen

INEF Updates

Abonnieren Sie die INEF Updates und bleiben Sie informiert über Stellenausschreibungen, allgemeine Publikationen, Veranstaltungen und Projekte des INEF.

SEF/INEF News

Im besonders aufbereiteten Format informiert der elektronische Newsletter über ausgewählte Publikationen, aktuelle Veranstaltungen und Projekte der Stiftung für Entwicklung und Frieden (sef:) und des INEF. Sie finden die aktuelle Ausgabe unter unseren Publikationen und können die SEF/INEF News hier abonnieren.