Promotion

Promotionskolleg

Die strukturierte Promotionsförderung als prioritäres Ziel von Forschung und Lehre ist in den vergangenen Jahren ins Zentrum der Aufmerksamkeit deutscher Wissenschaftspolitik geraten. Hintergrund ist die Erfahrung, dass zahlreiche PromovendInnen im Verlaufe ihrer Dissertation vor erhebliche methodische, inhaltliche und lebenspraktische Probleme stoßen. Bisherige Betreuungskonzepte werden diesen Anforderungen bisweilen nicht gerecht, was dazu führen kann, dass sich der Abschluss von Promotionsarbeiten länger als geplant hinauszieht.

Prof. Dr. Tobias Debiel und Prof. Dr. Christof Hartmann (Universität Duisburg-Essen) haben vor diesem Hintergrund in enger Kooperation mit dem INEF sowie mit Prof. Dr. Hartwig Hummel (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und mit Prof. Dr. Walter Eberlei (Hochschule Düsseldorf) ein strukturiertes Promotionskolleg aufgebaut, das im Herbst 2006 seine Arbeit aufnahm. Das Promotionskolleg ist als ein begleitendes Ausbildungsprogramm für jene PromovendInnen konzipiert, die von den genannten Professoren betreut werden.

 

Ziele

Strukturierung: Die PromovendInnen werden in eine Struktur eingebunden, die es ihnen ermöglicht, ihr Dissertationsprojekt in überschaubaren Einzelschritten zu planen und möglichst innerhalb von drei Jahren abzuschließen.

Methoden-/Theorievermittlung: Die PromovendInnen werden mit ausgewählten Methoden und theoretischen Ansätzen vertraut gemacht. Es handelt sich hierbei um ein Angebot, das eng mit den PromovendInnen abgestimmt wird und dazu dient, die entsprechenden Kenntnisse in das jeweilige Forschungsvorhaben ergänzend einfließen zu lassen.

Vernetzung: Das Promotionskolleg dient nicht nur der Vernetzung der PromovendInnen untereinander, sondern auch der möglichen Verkopplung der Promotionsarbeiten mit den Forschungsprofilen der beteiligten Institute. Forschungsleistung und Publikationsoutput können hierdurch nennenswert erhöht werden.


Voraussetzung

Voraussetzung zur Teilnahme an dem Promotionsprogramm ist, neben den formalen Vorgaben der entsprechenden Promotionsordnungen, dass die Dissertation von einem der beteiligten promotionsberechtigten Dozenten betreut wird. Hierzu nehmen Sie bitte mit der betreffenden Person Kontakt auf (siehe Kernteam).


Schwerpunkte

Thematische Schwerpunkte des Kollegs liegen auf den Forschungsfeldern Internationale Beziehungen, Friedens- und Konfliktforschung sowie Entwicklungs- und Transformationsforschung. Darüber hinaus werden folgende Schwerpunkte in den drei zweitägigen Workshops pro Jahr behandelt:

  • Vermittlung einschlägiger theoretischer Ansätze, die bei der Entwicklung des Forschungsdesigns herangezogen werden können 

  • Anwendungsorientierte Vermittlung sozialwissenschaftlicher Methoden mit einem Akzent auf qualitativen Methoden 

  • Erfahrungsberichte und Lösungsstrategien zu Herausforderungen im Schreibprozess und bei der Forschungsdurchführung 

  • Präsentation und Diskussion schriftlicher Ausarbeitungen, wobei jede PromovendIn drei Meilensteine zu bewältigen hat: (1) Exposé, (2) Planung oder Auswertung des empirischen Teils der Forschung (Feldforschung, Dokumenten- und Inhaltsanalyse, Diskursanalyse, Eliteninterviews, etc.), (3) Forschungsergebnisse zum Abschluss der Dissertation

  • Analyse hervorragender und evtl. auch missglückter Dissertationen im Sinne von "best practices" (bzw. "worst practices")

  • Organisation gemeinsamer Tagungspanels


Kernteam

  • Prof. Dr. Tobias Debiel (Professor für Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik an der Universität Duisburg-Essen, Direktor des INEF)
  • Prof. Dr. Christof Hartmann (Professur für Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik mit Regionalschwerpunkt Subsahara-Afrika an der Universität Duisburg-Essen)

Die Betreuung durch einen dieser Professoren ist Voraussetzung für die Teilnahme am Promotionskolleg.


Weitere Informationen

Sie erhalten weitere Informationen und Details zur Promotion an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen auf der Seite der Graduiertenförderung "doknet".