Wege aus extremer Armut, Vulnerabilität und Ernährungsunsicherheit

Möglichkeiten einer besseren Erreichung extrem armer, vulnerabler und ernährungsunsicherer Bevölkerungsgruppen durch die staatliche deutsche Entwicklungszusammenarbeit

Ziel des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Vorhabens ist es, Empfehlungen für die deutsche staatliche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu entwickeln, wie die Menschen, welche am stärksten unter Armut und Ernährungsunsicherheit leiden, besser erreicht werden können.
Einerseits werden theoretisch der Ursachenkomplex und die Zusammenhänge zwischen extremer Armut, Vulnerabilität und Ernährungsunsicherheit beleuchtet. Eine besondere Rolle spielen dabei Faktoren, die den (Miss)Erfolg von Entwicklungsprojekten bestimmen. Dazu wird eine Vielzahl von Gesprächen mit VertreterInnen der deutschen sowie internationalen EZ geführt.
Andererseits steht bei der Feldforschung die Identifizierung von erfolgreich praktizierten Ansätzen („good practices“) zur Reduzierung von extremer Armut und Hunger im Vordergrund. Bei der Analyse werden die drei Aspekte Gender, Partizipation und sozio-kulturelle Kontextualisierung fortwährend berücksichtigt und durch weitere Schwerpunkte als Grundlage für die Auswahl der Projekte ergänzt:

1) Zugang zu Land und Rechtssicherheit
2) Lokale Wertschöpfungsketten und Resilienzsteigerung
3) Absicherung existenzieller Risiken und soziale Sicherung

Die Feldforschung 2016-2017 findet parallel in den vier Ländern Äthiopien, Benin, Kambodscha und Kenia statt. In Kambodscha beispielsweise wird mittels Fokusgruppendiskussionen das Programm „ID-Poor“ untersucht, welches unter Einbeziehung der Bevölkerung die ärmsten Haushalte identifiziert, um diesen z.B. einen kostenlosen Zugang zum Gesundheitssystem und Nahrungshilfen in besonderen Problemlagen zu ermöglichen. Außerdem werden in einem anderen Projekt Landrechte an Indigene vergeben. In Kenia bilden Frauen sogenannte Selbsthilfegruppen, um Geld anzusparen und sich gegenseitig Kleinkredite zu verleihen und lokale Probleme zu lösen. Besonders wichtig sind auch für viele Familien in den von Dürren geprägten Regionen Äthiopiens die Transferleistungen des „Productive Safety Net Programme“. In allen Ländern gibt es viele kleine und große Geschichten, die wir sammeln, um die Wirkungsketten zur Beseitigung von extremer Armut, Vulnerabilität und Ernährungsunsicherheit nachzuzeichnen.

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Projektleitung

Projektmitarbeiter

Dr. rer. pol.<br />Karin Gaesing

Dr. rer. pol.
Karin Gaesing

wissenschaftliche Mitarbeiterin

B.A.<br />Lisa Knospe

B.A.
Lisa Knospe

Projekthilfskraft

B.A.<br />Elena Kühne

B.A.
Elena Kühne

Projekthilfskraft

M.A.<br />Anika Mahla

M.A.
Anika Mahla

wissenschaftliche Mitarbeiterin

B.Sc.<br />Fiona Schubert

B.Sc.
Fiona Schubert

Projekthilfskraft