Das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)

Das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) ist eines von vier Instituten der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen. Eingerichtet wurde das INEF im Jahr 1990 unter anderem zur wissenschaftlichen Begleitung der Arbeit der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:), welche bereits 1986 auf Initiative Willy Brandts gegründet wurde und noch heute einer unserer engsten Kooperationspartner ist.

Es ist Alleinstellungsmerkmal des INEF, die Felder Entwicklung und Frieden gemeinsam zu bearbeiten und insbesondere Fragen an deren Schnittstelle zu untersuchen. Das INEF verbindet dabei allgemeine Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Forschung und Politikberatung zu spezifischen Themenbereichen. Seit 2015 konzentriert sich das neue Forschungsprogramm „Verantwortung in einer konfliktiven Weltgesellschaft“ auf die beiden Forschungsbereiche „Verantwortung im globalen Regieren“ und „Konflikttransformation entlang der Bruchlinien der Weltgesellschaft“.

Um ausgewählte Forschungsfragen fundiert bearbeiten zu können, führen wir auch größere und kleinere drittmittelfinanzierte Forschungsprojekte durch. In seinem 25-jährigen Bestehen kann das INEF auf eine lange Liste abgeschlossener Projekte sowie ein breites Spektrum an nationalen und internationalen Kooperationspartnern zurückblicken. Förderinstitutionen waren in den letzten Jahren unter anderem das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF), die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Hans-Böckler-Stiftung, die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) oder die VolkswagenStiftung. Daneben führt das INEF auch Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs) durch.

Sichtbarstes Ergebnis unserer Forschung sind unsere Publikationen. Neben den Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen der INEF-MitarbeiterInnen haben sich im Laufe der Jahre drei institutseigene Publikationsreihen etabliert, die einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt des Instituts bilden. Mit der Reihe INEF-Report liefert das INEF mehrmals pro Jahr zu einzelnen Themen wichtige Impulse für den wissenschaftlichen Diskurs der Entwicklungs- und Friedensforschung sowie deren Praxis. Zusammen mit der sef: publiziert das INEF seit 1990 alle zwei bis drei Jahre die Globalen Trends. Diese Reihe bereitet die wesentlichen Trends in den Bereichen Frieden, Weltordnung und nachhaltige Entwicklung konzentriert auf und veranschaulicht deren Entwicklungen und Zusammenhänge anhand zentraler Grafiken und Tabellen, woraus Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Zudem gibt das INEF in Kooperation mit weiteren Partnerinstituten jährlich das Friedensgutachten heraus, in welchem nicht nur Stellungnahmen zu aktuellen Konflikten abgegeben, sondern auch potentielle Lösungsstrategien aufgezeigt werden. Die Globalen Trends und das Friedensgutachten sind darauf angelegt, neben einem wissenschaftlichen Fachpublikum auch ein breiteres Publikum interessierter LeserInnen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft über die jeweiligen Themen prägnant und pointiert zu informieren.

Das INEF verfügt über ein enges Kooperationsnetzwerk. Im Feld der Anwendungsorientierung und Politikberatung  sind die Partnerschaften mit der sef: sowie der Arbeitsgemeinschaft Friedens und Entwicklung (FriEnt) und der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung e.V. von besonderer Bedeutung.Im Feld der Forschung sowie der Graduiertenausbildung spielen das Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21) sowie das UAR Graduate Centre for Development Studies und das Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE) der Ruhr-Universität Bochum eine zentrale Rolle.

Über die Forschung hinaus beteiligt sich das INEF an der Bereitstellung eines möglichst breiten und vielfältigen Lehrangebots für alle Studiengänge am Institut für Politikwissenschaft der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften. Dazu zählt insbesondere die aktive Unterstützung von Lehreinheiten im Rahmen des Masterstudienganges „Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik" (MA IBEP).