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Why do Wine Producers seek a Fairtrade Certification? Perspectives from the Western Cape, South Africa - UAR Working Paper No. 14
Fusenig, Mirjam

Die Fairtrade-Bewegung in der südafrikanischen Weinindustrie ist einzigartig, da sie im Jahr 2003 aus einer Initiative lokaler Produzenten entstand. Seitdem hat die Anzahl der Fairtrade-zertifizierten Weingüter stetig zugenommen. Die Einbeziehung von Lohnarbeiter-Plantagen in das Fairtrade-System hat zur wissenschaftlichen Diskussion geführt. Forschungsergebnisse zu Perspektiven der Manager solcher Plantagen gibt es allerdings wenige. Daher hat diese Studie das Ziel, die Motivation südafrikanischer Weinproduzenten für den Erwerb einer Fairtrade-Zertifizierung zu untersuchen. Die Studie basiert auf einem konzeptuellen Rahmen, der sich aus Isomorphismus und Legimitationsstrategien zusammensetzt – Bestandteile zweier Theorien, die oft zur Analyse der Sozial- und Umweltberichterstattung von Unternehmen eingesetzt werden. Die Haupterkenntnis dieser Studie unterstützt jene Thesen, die besagen, dass der Faire Handel auf den gleichen Marktkräften beruht wie der konventionelle Handel. Zwar wurde Fairtrade in der südafrikanischen Weinindustrie von lokalen Produzenten initiiert, doch haben nach und nach internationalen Importeure die Macht übernommen. Es bleibt fraglich, ob solch erzwungene Standards zu einer nachhaltigen Veränderung der Weinindustrie führen können.

Das Working Paper steht zum Download bereit. Erfahren Sie hier mehr.