Journal of Intervention and Statebuilding Vol. 10 No. 2

Beiträge im "Journal of Intervention and Statebuilding"
Pol Bargués-Pedreny und Peter Finkenbusch

Interventionen seit dem Ende des Kalten Krieges sind zu einem zentralen Element des internationalen Systems geworden. Obwohl das „liberal peace“-Projekt zunehmend kritisiert wird, werden internationale Interventionen immer dauerhafter und umfangreicher. Pol Bargués-Pedreny erklärt dies in seinem Artikel From Promoting to De-Emphasizing ‘Ethnicity’: Rethinking the Endless Supervision of Kosovo mit einem internationalen Fokus auf ethnische Aspekte von Bürgerkriegen. Sobald Konflikte als ethnisch verstanden werden, entsteht ein dauerhafter Bedarf an therapeutischen internationalen Engagement. Peter Finkenbusch geht in seinem Artikel Expansive Intervention as Neo-Institutional Learning: Root Causes in the Merida Initiative der Frage nach, warum die Reichweite von Interventionspolitiken stetig zunimmt. Er argumentiert, dass ein neo-institutioneller Ansatz stets „tiefere“, informelle Institutionen ausmacht, an denen gearbeitet werden muss, bevor liberale Marktwirtschaften effektiv funktionieren können.