Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21) und INEF organisieren gemeinsamen Workshop
India's Role in Global Cooperation: Curbing or Shaping World Politics?
mit Prof. Ramesh Thakur
Indien ist eine aufstrebende Macht und sowohl der Einfluss der Regierung als auch ihr Bestreben in der Weltpolitik eine größere Rolle zu spielen, sind in den letzten Jahren gewachsen. Die Wirtschaft hat ein beeindruckendes Wachstum erlebt, aber Indiens politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung ist weder kohärent noch glatt verlaufen. Das KHK/GCR21 und INEF haben den Besuch von Prof. Ramesh Thakur als Anstoß genommen, eine ausgewählte Gruppe von Experten einzuladen, um zwei Aspekte der neuen globalen Rolle Indiens näher zu beleuchten:
- Die Geschichte und die verschiedenen Wechsel in der Außenpolitik Indiens als Grundlage für die derzeitigen Bestrebungen einer stärkeren globalen Rolle
- Der IBSA/BRICS Kontext: Ist dies der Weg für Indiens Ambitionen?
Herbert Wulf, Senior Expert Fellow am KHK/GCR21 und Adjunct Senior Researcher am INEF, der kürzlich den Forschungsbericht mit dem Titel "India's Aspirations in Global Politics" als INEF-Report in Zusammarbeit mit dem KHK/GCR21 veröffentlicht hat, wird u.a. als Panelist am Workshop teilnehmen.
Datum: 11. Juni 2013, 2013, 15.30 - 18.45h
Ort: Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research, Schifferstr. 196, 47059 Duisburg (Innenhafen)
Das Programm für den Workshop können Sie hier herunterladen.
Wenn Sie teilnehmen möchten, bitten wir um eine Anmeldung bis zum 23. Mai 2013 bei Jan Schablitzki.
Archiv
32. FORUM GLOBALE FRAGEN SEF und INEF als Kooperationspartner
Erfolgsfaktoren und Fallstricke externer Demokratieförderung
Was steht hinter Schlagwörtern wie Demokratieförderung? Welche Faktoren sind ausschlaggebend für eine erfolgreiche Demokratisierung? Unter anderem mit diesen Fragen beschäftigte sich das 32. Forum Globale Fragen, das das Auswärtigen Amt in Kooperation mit der SEF und dem INEF am 7. Mai 2013 in Berlin veranstaltete. Unter dem Titel "Im Namen des Volkes? Erfolgsfaktoren und Fallstricke externer Demokratieförderung" diskutierten Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die verschiedenen Aspekte des Themas.
Einen kurzen Bericht zur Veranstaltung und weitere Informationen können Sie auf der Website des Auswärtigen Amts finden.
INEF-Workshop in Zusammenarbeit mit dem Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research
Workshop "Responsibility and Judgement in a World of Complexity" mit Prof. David Chandler (PhD)
Am 4. Februar 2013 organisierte das INEF den Workshop in Zusammenarbeit mit dem Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/CGCR) am Campus Duisburg. Prof. David Chandler (PhD), University of Westminster und Senior Fellow am KHK/CGCR begann die anregende Diskussion mit einem Beitrag zur Ethik der Verantwortung. Es folgten Kommentare u.a. von Prof. Jan Aart Scholte (PhD), University of Warwick und Senior Fellow am KHK/CGCR.
Einen kurzen Bericht über den Workshop finden Sie hier.
Expertenworkshop in Marokko
"Peaceful Change and Violent Conflict - The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations" in Rabat, 21. bis 23. November 2012
Als Teil des Projektes "Peaceful Change and Violent Conflict - The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations" und in Kooperation mit Partnern aus Marokko und Pakistan organisierte das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) vom 21. bis 23. November 2012 einen Expertenworkshop in Rabat. Für diesen Workshop kamen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den am Projekt beteiligten Ländern zusammen, um über den unterschiedlich verlaufenden Wandel in der Region zu diskutieren. Der Workshop zielte darauf ab, die begonnene Kooperation zu vertiefen, erste Forschungsergebnisse zu reflektieren und zukünftige Aktivitäten zu planen. Im Mittelpunkt standen Fragen von klassenbasierten, kulturellen, religiösen, tribalen und ethnischen Identitäten und deren Rolle für politische Wandlungsprozesse. Zudem wurde der Entwurf eines ersten Projektarbeitspapiers diskutiert.
Das Programm des Workshops steht hier zum Download bereit.
Mehr zu dieser Veranstaltung und weitere Informationen sind auf der Website des Projekts zu finden.
Workshop der "Task Force on the EU Prevention of Mass Atrocities"
EU-Beitrag zur Prävantion von Kriegsgräueln und Völkermord
19. November 2012, SWP Berlin, Ludwigkirchplatz 3-4, 10719 Berlin
Zusammen mit dem Käte Hamburger Kolleg, der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) Berlin und der Foundation for the International Prevention of Genocide and Mass Atrocities organisierte das INEF einen Workshop, um den aktuellen Entwurf des Berichtes der Task Force on the EU Prevention of Mass Atrocities zu diskutieren. Die Task Force hat sich 2012 mit dem Ziel gegründet, auf der Basis bestehender EU Dokumente, Experteninterviews und durch eine Analyse der 'best practices' einen Bericht zu verfassen, der die Notwendigkeit europäischen Handelns gegen Kriegsgräuel und Völkermord aufzeigen soll.
An dem Workshop nahmen 30 Experten aus Wissenschaft, Politik, Administration und Zivilgesellschaft teil und leisteten einen wertvollen Beitrag, um den Bericht weiter zu voran zu bringen. Im Zentrum der Diskussion standen dabei die Handlungsempfehlungen, die die Task Force für die politischen Entscheidungsträger formulieren möchte, aber auch die Aktualität des Themas angesichts der aktuellen Entwicklungen in Syrien und der Demokratischen Republik Kongo.
Geleitet wurde der Workshop durch Barbara Lippert, Forschungsdirektorin der SWP, Tobias Debiel, Direktor des INEF und des Käte Hamburger Kolleg, und Gyorgy Tatár Vorsitzender des Kuratoriums der Foundation for the International Prevention of Genocide and Mass Atrocities. Der Bericht soll im nächsten Jahr vorgestellt werden und Vorschläge präsentieren, wie sich die EU engagieren könnte, um Kriegsgräueln und Völkermord vorzubeugen.
Weiter Informationen und den Bericht finden Sie auf der Website des Projekts.
Bonn Symposium 2012
Paradigmenwechsel 2012: Auf dem Weg zu einer neuen Agenda für nachhaltige Entwicklung
Am 13.-14. November 2012 stellt die Stiftung Entwicklung und Frieden gemeinsam mit dem Global Policy Forum die Diskussion über die zukünftige Entwicklungsagenda nach dem Jahr 2015 in das Zentrum ihres Bonn Symposiums 2012. Über die Debatte nach einem neuen Set globaler Ent¬wicklungsziele hinausgehend, soll auch über die weit grundsätzlichere Frage diskutiert werden, was Entwicklung in einer sich immer stärker ausdifferenzierenden Welt künftig bedeutet. Wie sollten neue Strategien und Kooperationsformen angesichts einer zunehmenden Akteursvielfalt und einer wach¬senden Interdependenz globalpolitisch ausgestaltet sein? Im Rahmen der Veranstaltung organisiert Cornelia Ulbert, Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF), einen von sieben Workshops mit dem Thema Überschätzt oder verkannt? Der Einfluss privater Stiftungen auf die globale Entwicklungsagenda.
Weitere Informationen und eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.
INEF organisiert Tagung gemeinsam mit BMZ
Bilanz: 1 Jahr Menschenrechtskonzept des BMZ. Im Fokus: Menschenrechte und Unternehmensverantwortung
Am 24. und 25. Oktober veranstaltet das INEF gemeinsam mit dem BMZ eine Konferenz zum neuen Menschenrechtskonzept des BMZ mit einem besonderen Fokus auf „Wirtschaft und Menschenrechte". In Kürze finden Sie auf der Website des INEF-Projekts „Menschenrechte, Unternehmensverantwortung und nachhaltige Entwicklung" weitere Informationen hierzu sowie das ausführliche Programm der Konferenz.
UAMR-Graduate Centre for Development Studies
Doktorandenkonferenz zu internationaler Entwicklung
Gemeinsam organisiert vom Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE) der Ruhr-Universität Bochum, INEF, dem Institut für Politikwissenschaft (IfP) der Universität Duisburg-Essen, der School of International Development (Universität East Anglia) und dem International Institute of Social Studies (Den Haag) findet am 18. und 19. September am IEE die erste Doktorandenkonferenz zu internationaler Entwicklung statt. Im Mittelpunkt stehen thematische Workshops, bei denen Doktoranden ihre Promotionsvorhaben vorstellen, u. a. zu den Themen „Impact of Development Interventions", „Poverty and Social Security" und „Conflict and Crisis". Weitere Informationen finden Sie hier.
Duisburger Studierende und Wissenschaftler besuchen die University of Tehran
Deutsch-Iranischer Studierendenaustausch
Vom 1. bis zum 15. Oktober 2012 werden zehn Studierende und zwei Wissenschaftler des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF) die Faculty of World Studies an der University of Tehran besuchen. Es ist der Gegenbesuch im Rahmen eines deutsch-iranischen Studierendenaustauschs. Die iranische Studierendengruppe besuchte die Universität Duisburg-Essen bereits im Mai 2012. Der Austausch ist Teil des vom DAAD-geförderten Projekts "Peaceful Change and Violent Conflict - The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations". Neben Workshops, Seminaren und Vorlesungen werden die Studierenden an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen, um mehr über die iranische Kultur und Gesellschaft zu lernen und das Land insgesamt kennenzulernen. Mehr zum Projekt finden Sie hier.
Internationale Summer School
"Peaceful Change and Violent Conflict - The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations"
Vom 30. Juli bis zum 4. August organisierte das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) in Kooperation mit der Mohammed V Universität, Rabat (Marokko) und der Quaid-i-Azam Universität, Islamabad (Pakistan) eine Summer School zum Thema "Peaceful Change and Violent Conflict - The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations" in Duisburg. Die Summer School behandelte dabei den sogenannten Arabischen Frühling aus verschiedenen theoretischen Perspektiven. Neben dem akademischen Austausch und verschiedenen Exkursionen stand vor allem auch der interkulturelle Dialog im Mittelpunkt. Weitere Informationen (ausschließlich in Englisch) finden Sie hier.
Das Programm der Summer School finden Sie hier.
Fotos der Summer School finden Sie hier.
Brigitte Hamm nimmt am 3. Juli an Podiumsdiskussion teil
Transnationale Gerechtigkeit und Neue Soziale Bewegungen
Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen einer Ringvorlesung zum Themenfeld „Wege zu einer solidarischen Gesellschaft - Der Beitrag der Menschenrechte“ statt, die vom Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik der Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit dem Nürnberger Menschenrechtszentrum (NMRZ) veranstaltet wurde.
Weiter Informationen finden Sie hier.
Vortrag von Jan Hanrath mit anschließender Diskussion
"Der Arabische Frühling – Eine Zwischenbilanz der Umbrüche im Nahen Osten"
Mittwoch, 18.01.2012, Technische Universität Dortmund, Physik, Raum P1-02-323, 13 - 15 Uhr
Das Jahr 2011 bedeutete für die Region des Nahen Ostens einen tiefgreifenden Wandel, der oft als "arabischer Frühling" oder "Arabellion" bezeichnet wird. Nach Jahren der Stagnation und der Verkrustung in autoritären Strukturen begannen Demokratiebewegungen, breite gesellschaftliche Mobilisierungen und in einzelnen Fällen aufständische Gruppen plötzlich und zunächst erfolgreich gegen diese Zustände aufzubegehren. Beginnend mit dem Sturz Ben Alis in Tunesien war vermeintlich eine Dynamik in Gang gekommen, die nach und nach auf die meisten Länder der Region überzugreifen schien und erwarten ließ, dass oftmals seit
Jahrzehnten herrschende Eliten gestürzt würden. Doch schon der beginnende Bürgerkrieg und die darauf folgende internationale Militärintervention in Libyen sowie die gewaltsamen Entwicklungen in Ländern wie Jemen, Bahrain oder ganz aktuell Syrien machten deutlich, dass die Protestbewegungen weder automatisch und schnell in demokratischen Verhältnissen münden, noch dass diese Revolutionen identisch verlaufen würden.
Der Vortrag versucht nach rund einem Jahr der Proteste, Aufstände und Umstürze eine erste Bilanz zu ziehen und fasst wesentliche Charakteristika der gegenwärtigen Entwicklungen im Nahen Osten zusammen.
UDE-Workshop zum Start des Käte Hamburger Kollegs
"Global GovernanceRevisited: Normative-Cultural Claims and Problems of Legitimacy in International Negotiation Arenas"
5./6. Dezember 2011 im Gerhard-Mercator-Haus an der Universität Duisburg-Essen am Campus Duisburg
Der Workshop dient der Vorbereitung des Käte Hamburger Kollegs "Politische Kulturen der Weltgesellschaft. Chancen globaler Kooperation im 21. Jahrhundert", das voraussichtlich ab dem 1. Februar 2012 für zunächst sechs Jahre vom BMBF gefördert wird. Das Kolleg verfolgt das Ziel, gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Forschung und Praxis Wege zu finden, wie globale Kooperationsprozesse in einer plurikulturellen Weltgesellschaft so gestaltet werden können, dass effektive Lösungen im Rahmen internationaler Verhandlungen möglich werden. Es wird eng mit dem interdisziplinären Profilschwerpunkt "Wandel von Gegenwartsgesellschaften: Ordnungsbildung in entgrenzten Verhältnissen" und weiteren Einrichtungen der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammenarbeiten.
Der Workshop in Duisburg wird federführend vom Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) organisiert und durch den Profilschwerpunkt "Wandel von Gegenwartsgesellschaften" gefördert. Wie Sie dem beigefügten Programm entnehmen können, konnten wir als Referenten national sowie international renommierte ForscherInnen und PraktikerInnen gewinnen, die im Rahmen von Roundtable-Diskussionen, Arbeitsgruppen und Vorträgen gemeinsam mit WissenschaftlerInnen aus den am Kolleg beteiligten Instituten (DIE, KWI und INEF) und der UDE kreative und neue Ideen für zukünftige Forschungsagenden entwickeln werden.
Am Vormittag des 5. Dezember steht der Workshop allen Interessierten offen.
Da die Zahl der TeilnehmerInnen in den anderen Phasen des Workshops begrenzt ist, möchten wir Sie bitten, sich bei Interesse an einer Teilnahme an weiteren Teilen des Programms bei unserer Kollegin Özlem Ipiv anzumelden (oezlem.ipiv@inef.uni-due.de)
KWI-Fachtagung in Zusammenarbeit mit dem INEF
Wirtschaftsethik zwischen den Kulturen. Leitbilder, Werte und Normen in interkulturellen Wirtschaftsprozessen
Teilnehmer: Helmut Leipold, Carsten Hermann-Pillath, Tong Chee Kiong, Pham Van Duc u.a.
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Goethestraße 31
Leitung: Ludger Heidbrink, Hans-Georg Soeffner, Imke Schmidt (KWI) und Brigitte Hamm (INEF)
Teilnehmer: Helmut Leipold (Universität Marburg), Carsten Hermann-Pillath (Frankfurt School of Finance & Management), Tong Chee Kiong (NUS, Singapur), Pham Van Duc (VASS, Hanoi) u.a.
Eine Tagung der Forschungsschwerpunkte Verantwortungskultur und Interkultur am KWI in Zusammenarbeit mit dem Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-Essen.
Anmeldung bis zum 14. Juni bei ursula.sanders@kwi-nrw.de
Veranstaltung anlässlich der Veröffentlichung des 25. Friedensgutachtens am 24. Mai bei der Bundespressekonferenz in Berlin
Die neue Ausgabe des Friedensgutachtens, die von INEF-Direktor Prof. Dr. Tobias Debiel mit herausgegeben wird, erscheint am 24. Mai. In der 25. Ausgabe des Friedensgutachtens befassen sich Beiträge mit der Rolle Europas in der Welt und diskutieren, warum die Alte Welt immer wieder in den Modus der Abschottung verfällt und warum Entwicklungen wie die des „Arabischen Aufbruchs“ so spät wahrgenommen werden. Das Friedensgutachten 2011 erscheint mitten in einer kontroversen Diskussion über den völkerrechtlich abgesicherten Einsatz in Libyen. Über diese und andere Fragen diskutieren die Herausgeberinnen und Herausgeber in Vorträgen und Paneldiskussionen mit Experten, Politikern und dem Publikum. Der Abend steht unter der Leitfrage „Aufbruch in der arabischen Welt – und Europa?“ und findet am 24. Mai ab 18 Uhr in der Französischen Friedrichstadtkirche auf dem Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte statt.
Das Programm und weitere Informationen finden Sie hier.
Weitere Informationen zum Friedensgutachten auf den Seiten des LIT-Verlags hier.
Brigitte Hamm als Sachverständige bei Anhörung im Bundestag
INEF-Mitarbeiterin Dr. Brigitte Hamm hat am 6. April 2011 als Sachverständige bei einer Anhörung des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe zum Thema „Menschenrechtliche Verantwortung internationaler Unternehmen“ mitgewirkt. Im Mittelpunkt der Diskussion standen verschiedene Arten der Steuerung und Regulierung für das Ziel des Menschenrechtsschutzes im Kontext der globalen Wirtschaft. In ihrer ausführlichen Stellungnahme erläuterte Brigitte Hamm existerierende Verhaltenskodizes für Unternehmen, Chancen und Grenzen in ihrem Einfluss auf Unternehmensverhalten, identifizierte Regionen und Sektoren mit besonderem Regulierungsbedarf und diskutierte vor diesem Hintergrund die Rolle der Staaten.
Brigitte Hamms Stellungnahme kann hier heruntergeladen werden.
Weitere Informationen zu der Sitzung stehen hier zur Verfügung.
Fachworkshop im Rahmen des INEF-Projekts „Menschenrechte, Unternehmensverantwortung und nachhaltige Entwicklung“
Gender equality and corporate responsibility in global production networks – current approaches and practical challenges
Der internationale Expertenworkshop zum Thema „Gender equality and corporate responsibility in global production networks – current approaches and practical challenges” fand Ende März in Berlin im Rahmen des durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützten und durch Dr. Brigitte Hamm geleiteten Leuchtturmvorhabens statt. Er richtete sich an die deutsche Entwicklungspolitik, zivilgesellschaftliche Akteure, Gewerkschaften und Wissenschaft. Die Veranstaltung basierte auf den Ergebnissen der Studie „Geschlechtergerechtigkeit und freiwillige Instrumente der Unternehmensverantwortung in globalen Produktionsnetzwerken und Lieferketten“ von Bettina Musiolek, die im Rahmen der Forschungsreihe des Projekts erschienen ist, und diskutierte politische Handlungsempfehlungen für eine bessere Durchsetzung des Gebots der Geschlechtergerechtigkeit in globalen Lieferketten.
Die Studie ist hier abrufbar.
Weitere Informationen zur aktuellen Projektphase (2011-2012) finden Sie hier.
Gastvortrag von Frau Anke Oppermann, Pakistan-Referentin des BMZ, Berlin
"Deutsche Entwicklungspolitik in Pakistan – Zwischen Konfliktbezug und MDGs"
Im Rahmen des BA-Seminars „Entwicklungsprobleme und Integrationspolitik in unterschiedlichen Regionen: Das Beispiel Pakistan/Südasien“ von PD Dr. Jochen Hippler hielt Anke Oppermann am 1. Februar 2011 einen Gastvortrag. Frau Oppermann ist Pakistan-Referentin des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Ort und Zeit: MB 242, am 1. Februar 2011, 16-18 Uhr
INEF-Jubiläumsveranstaltung
20 Jahre Forschung und Problembearbeitung an der Schnittstelle von Entwicklung und Frieden
Am 5. November 2010 feierte das INEF sein 20-jähriges Jubiläum mit einer eintägigen Festveranstaltung im Tectrum in Duisburg. Neben einem Rückblick auf zwei Jahrzehnte anwendungsorientierter Grundlagenforschung und Politikberatung an der Schnittstelle von Entwicklung und Frieden widmeten sich in- und ausländische ExpertInnen in verschiedenen Diskussionsrunden den Herausforderungen für die globale Politikgestaltung sowie den Fallstricken des Transfers zwischen Wissenschaft und Praxis.
Nach einer kritischen Würdigung der bisherigen Arbeit des Instituts durch Prof. Dr. Lothar Brock (Universität Frankfurt/Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, HSFK) standen zentrale Arbeitsfelder des INEF im Mittelpunkt der Festveranstaltung. Nachdem das INEF maßgeblich die Auseinandersetzung um Fragen von „Global Governance“, Prozessen des globalen Regierens, in Deutschland mitgeprägt hat, widmete sich am Vormittag ein Panel mit in- und ausländischen Gästen, darunter Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Senghaas (Universität Bremen) und Prof. Dr. Anna Leander (Copenhagen Business School), der Debatte um „Global Governance zwischen Weltordnungspolitik und hegemonialem Diskurs“. Dabei ging es sowohl um unterschiedliche theoretische Zugänge zur Analyse, Beschreibung und Gestaltung von „Global Governance“, als auch um die Frage, welche Machtbeziehungen in Diskurs und Praxis von „Global Governance“ deutlich werden. Als Institut, das anwendungsorientierte Grundlagenforschung mit Politikberatung verbindet, muss sich das INEF beständig neuen Herausforderungen stellen. Klare Handlungsanweisungen, die Politik von der Wissenschaft erwartet, sind häufig nicht einfach zu formulieren, wenn sich normative Leitorientierungen erst in gesellschaftlichen Diskussionsprozessen herausbilden. Zugleich erschweren es aber auch unklare Ursache- und Wirkungszusammenhänge, Empfehlungen zur Wahl von Strategien und Instrumenten abzugeben. Dem Umgang mit diesen Herausforderungen widmeten sich am Nachmittag zwei einführende Referate von Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), und Dr. Inge Kaul, ehem. Direktorin des Office for Development Studies des United Nations Development Programme (UNDP), sowie ein Roundtable zum Thema „Politikberatung zu globalen Fragen“.
Das Programm der Festveranstaltung finden Sie hier.
Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.
Nach dem G8/G20-Gipfel in Kanada: Neue Weltordnung in Sicht?
"Beyond Crisis - The Future of Global Order(s)"
In Kooperation mit dem Forschungsrat der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) und der Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF) organisierte das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) eine internationale Fachkonferenz zu neuen globalen Machtkonstellationen am 1./2. Juli 2010 in Bonn.
Die aktuelle globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat die bestehenden weltweiten Herrschafts- und politischen Steuerungsstrukturen erschüttert. Neue multipolare Machtkonstellationen und informelle Steuerungsmechanismen gewinnen an Einfluss - eine Entwicklung wird sichtbar, die die internationale Politik vor große Herausforderungen stellt. Dies schlägt sich insbesondere im Bedeutungsverlust der G8 nieder, die bei der Regulierung des internationalen Finanzsystems, aber auch bei Umwelt-, Klima- und Handelsfragen zunehmend durch die Gruppe der 20 (G20) oder informelle Kooperationen zwischen Ländern abgelöst wird. Aber sind diese neuen Kooperationen tatsächlich geeignet, die weltweiten Probleme zu steuern? Wie kann eine Weltordnung aussehen, die in der Lage ist, diese zu bewältigen?
Diese Fragen diskutierten FachwissenschaftlerInnen und ExpertInnen staatlicher und nicht-staatlicher Organisationen im Rahmen der zweitägigen internationalen Konferenz Beyond Crisis – The Future of Global Order(s). Die englischsprachige Fachtagung nahm den G8-Gipfel in Muskoka/Kanada im Juni 2010 zum Anlass, aktuelle Entwicklungen in der Weltpolitik systematisch aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.
Die Auftaktveranstaltung beschäftigte sich mit der Entstehung neuer globaler Strukturen. Horizontale, informelle Governance-Mechanismen verdrängen zunehmend die hierarchische Steuerung der Global Governance und multipolare Machtkonstellationen verändern sich. Dies zeigt sich am Bedeutungsverlust der G8 und der immer größeren Rolle der G20 in globalen Finanz-, Umwelt- oder auch Handelsfragen. Multilaterale Ordnungsstrukturen bleiben dennoch unverzichtbar.
Im Rahmen der Fachtagung am 2. Juli gingen die Referenten der Frage nach, ob derzeitige Weltstrukturen und besonders das UN-System für die Bewältigung globaler Probleme ausreichend sind und an welcher Stelle Reformbedarf herrscht. Die Debatten zu globalen Strukturen in den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit und Entwicklung vermittelten Anregungen für eine neue Weltordnung und die Zukunft globaler Ordnungspolitik.