Veranstaltungen

Abschiedsveranstaltung für Dr. Brigitte Hamm

Die globale Wirtschaft menschenrechtlich gestalten!

Zur Zukunftsfähigkeit der aktuellen internationalen Agenda

28. April 2016

Zur Verabschiedung der langjährigen INEF-Mitarbeiterin Dr. Brigitte Hamm organisierte das INEF am 28. April 2016 eine Veranstaltung mit dem Titel „Die globale Wirtschaft menschenrechtlich gestalten! Zur Zukunftsfähigkeit der aktuellen internationalen Agenda“.

Nach der einführenden Keynote „Die derzeitige internationale Agenda für Wirtschaft und Menschenrechte – Kommt zusammen, was zusammengehört?“ durch Michael Windfuhr, den stellvertretenden Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte in Berlin, moderierte INEF-Mitarbeiter Christian Scheper eine Roundtable-Diskussion zur Zukunft der Menschenrechtsagenda mit Blick auf private Unternehmen. Die DiskutantInnen Viola Bölscher (GIZ), Cornelia Heydenreich (Germanwatch), Sarah Lincoln (Brot für die Welt) und Uwe Woetzel (ver.di) problematisierten unter anderem die bisher schwache Regulierung der Unternehmensverantwortung vor dem Hintergrund der vorherrschenden freiwilligen Standardsetzung.

In ihrem sich anschließenden Input „Das Forschungsfeld Wirtschaft und Menschenrechte: Einige Reflexionen" widmete sich Brigitte Hamm dem theoretischen Hintergrund von John G. Ruggie, der als Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs für Wirtschaft und Menschenrechte hauptverantwortlich für die Ausarbeitung der UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte war. Ruggie will durch polyzentrische Governance Rahmenbedingungen für die globale Wirtschaft schaffen, die sich neben ökologischen Standards auch an den Menschenrechten ausrichten. Dies soll in den Leitprinzipien durch einen sogenannten smart mix aus verbindlichen Staatenpflichten für die Menschenrechte und einer freiwilligen Verantwortung der Privatwirtschaft für die Achtung der Menschenrechte erreicht werden. Vor dem Hintergrund von Ruggies theoretischem Ansatz und der bisherigen Erfahrungen mit den UN Leitprinzipien nannte Brigitte Hamm drei zusammenhängende Themen, die aus ihrer Sicht zukünftig eingehender bearbeitet werden sollten. So sollte das Augenmerk auf die Wirkung von Unternehmensverhalten (impact) gelegt werden, anstatt wie bisher auf Regeleinhaltung (compliance). Dies ist nur möglich, wenn das Menschenrecht auf Partizipation klar bestimmt und nicht durch den privatwirtschaftlichen Ansatz des Stakeholder Engagement ersetzt wird. Multistakeholder-Initiativen sollten als Ansatz von privater Steuerung kritisch analysiert werden, damit sie die Interessen tatsächlich Betroffener besser berücksichtigen.

Anschließend sprachen der Dekan der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte, Herr Martin Ondrejka vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie INEF-Direktor Prof. Dr. Tobias Debiel persönliche Grußworte.

 

Michael Windfuhr

Uwe Woetzel, Sarah Lincoln, Christian Scheper, Viola Bölscher, Cornelia Heydenreich (v.l.n.r.)


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Brigitte Hamm (links) und Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte (rechts)

 

Diskussion im Rahmen des Friedensgutachten 2015

Diskussion über Friedenspolitik in der Wolfsburg

18. Juni 2015, Duisburg

 

Unter dem Titel „Regionale Konflikte - Globale Verantwortung“ fand am 18. Juni 2015 in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim an der Ruhr die erste gemeinsame Kooperationsveranstaltung des INEF mit der Wolfsburg statt.

Vom oft bemühten Begriff der „neuen deutschen Verantwortung“ sprach Janet Kursawe vom Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) in ihrem einführenden Vortrag, bei dem sie das Friedensgutachten 2015 vorstellte. Das Gutachten erscheint seit 1987 als gemeinsames Jahrbuch von fünf deutschen Friedensforschungsinstituten und gibt in seiner Stellungnahme Empfehlungen an die deutsche und europäische Außen- und Sicherheitspolitik. 2015 hatte das INEF die federführende Herausgeberschaftinne. 

Im Friedensgutachten 2015 plädieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dafür, Deutschlands Verantwortung in der Welt mit einer Verpflichtung zum Frieden zu verbinden. Wie diese Verpflichtung konkret auszufüllen sei, verdeutlichte Janet Kursawe mit Blick auf aktuelle Kriege wie dem Bürgerkrieg in Syrien, dem Krieg gegen den IS in Irak und Syrien sowie dem Krieg in der Ostukraine. In der anschließenden Podiumsdiskussion erklärte Cap Anamur-Gründer Rupert Neudeck, der Ukraine-Krieg zeige, dass Deutschland durchaus auch eine kluge auf politische Instrumente gestützte Außenpolitik betreibe: „Zu erleben, dass die Welt nicht den klassischen militärischen Weg geht, sondern verhandelt, ist ein großes Zeichen dafür, dass wir in der Realisierung von Friedensintentionen in der Politik sehr viel weiter gekommen sind“. Bischof Overbeck mahnte in diesem Zusammenhang, schon aus einer historischen Verantwortung heraus, die Ängste und Sorgen der Zwischenstaaten wie etwa Polen im Blick zu behalten. Gleichzeitig kritisierte er die Haltung der russisch-orthodoxen Kirche, die sich für nationalistische Ziele vereinnahmen lasse.

Während die Diskussionspartner in der Ukraine-Krise Entschlossenheit und Geschlossenheit in der Europäischen Union forderten, sei in anderen Konflikten, beispielsweise im Nahen Osten, eine Reduzierung der westlichen Einmischung notwendig. Statt eine Konfliktpartei zu unterstützen, um sie gegen feindlich gesonnene Kräfte – wie den IS – in Stellung zu bringen, forderte Janet Kursawe eine politische Initiative zu regionalen Verhandlungen, um Spannungen und Feindseligkeiten zwischen regionalen Konkurrenzmächten zu überwinden, die sich in Stellvertreterkriegen wie in Syrien, Irak oder Jemen gegeneinander abmühten. Ruprecht Polenz, MdB a.D. pflichtete Kursawe bei, dass dieser KSZE-ähnliche Aussöhnungsprozess regionale Konkurrenten wie Iran und Saudi Arabien unbedingt einschließen müsse.



(Fotos: Ludger Klingeberg / Kath. Akademie Die Wolfsburg)

INEF-Panel bei der Fourth Global International Studies Conference des World International Studies Committee (WISC)

The Arab Spring and the Struggle for a Different State(hood) in the Middle East

8. August 2014, Frankfurt am Main

PD Dr. Jochen Hippler und Jan Hanrath boten bei der Fourth Global International Studies Conference des World International Studies Committee (WISC) ein Panel zum Thema “The Arab Spring and the Struggle for a Different State(hood) in the Middle East” an. Das Panel war Teil der gemeinsamen Aktivitäten im DAAD-Projekt Peaceful Change and Violent Conflict – The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations und sollte u.a. das Projekt einer größeren Öffentlichkeit bekannt machen und erste Ergebnisse diskutieren. Das von Jan Hanrath moderierte Panel beinhaltete Beiträge zu Political Change, Counterrevolution, and Civil War - Regional Instability and the Long Way to a Different State in the Middle East” (Jochen Hippler, INEF), The Government and the State: Reflections on the Dualism of Rule in Morocco” (Prof. Dr. Driss Maghraoui, Al Akhawayn University, Marokko) und Pandora’s Box or Ultimate Confusion? The Messiness of Pakistan’s Post-Colonial Imaginations and Contestations of State(hood)” (PD Dr. Andrea Fleschenberg dos Ramos Pineu, Quaid-e-Azam University,Pakistan). Ihr Co-Autor Prof. Dr. Azam Chaudhary aus Islamabad hatte seine Teilnahme leider absagen müssen. Prof. Dr. Seyed Javad Miri aus Teheran konnte ebenfalls kurzfristig nicht an der Konferenz teilnehmen. Sein Papier zum Thema Visible and Invisible Religiosity – Probing into issues of Islamism and Post-Islamism” wurde jedoch von der Diskutantin Prof. Dr. Saloua Zerhouni (Mohammed V-Soussi University/Marokko) kurz zusammengefasst, ehe sie die übrigen Beiträge kommentierte.

INEF-Panel bei der Fourth Global International Studies Conference des World International Studies Committee (WISC)

Responsibility in Global Governance: Concepts, Practices and Politics

7. August 2014, Frankfurt am Main

Im Rahmen der Forth Global International Studies Conference des World International Studies Committee (WISC) organisierten Dr. Cornelia Ulbert und Holger Niemann ein Panel zum Thema Responsibility in Global Governance: Concepts, Practices and Politics. Das Panel reflektierte das neue INEF-Forschungsprogramm und beinhaltete Beitrage zu Resilience Ethics (Prof. David Chandler, PhD, University of Westminster), Responsibility and International Community (Hannes Peltonen, PhD, University of Lapland) und Responsibility and Emotional Beliefs" (Dr. Bastian Loges, TU Braunschweig). Dr. Cornelia Ulbert und Holger Niemann präsentierten ein einleitendes Konzept zur Rahmung und Analyse von Verantwortung im globalen Regieren. Das Panel war gut besucht und durch die Diskussion von Prof. Beate Jahn (University of Sussex) sowie zahlreiche Nachfragen aus dem Publikum konnte eine gelungene Debatte generiert werden.

FriEnt Peacebuilding Forum

Seizing Opportunities – Peacebuilding in a Complex World

7. und 8. Mai 2014, Urania in Berlin

Am 7. und 8. Mai fand in Berlin das FriEnt Peacebuilding Forum 2014 statt. Die über 200 deutschen und internationalen Gäste des Forums diskutierten Herausforderungen für Friedensförderung in einer komplexen Welt, darunter:

  • was zunehmend komplexe Konfliktkonstellationen und globale Veränderungen für die eigenen Peacebuilding-Aktivitäten bedeuten;
  • ob aktuelle internationale Prozesse wie die Post-2015 Agenda oder der „New Deal for Engagement in Fragile States neue Perspektiven für Friedensförderung eröffnen;
  • wie viel Raum zivilgesellschaftliche Initiativen zur Friedensförderung haben und wie Partnerschaften zwischen Staat und Zivilgesellschaft nachhaltig ausgestaltet werden können und
  • welche Rolle Deutschland übernehmen sollte, um der aktuell diskutierten „neuen Verantwortung" gerecht zu werden.

Eröffnet wurde das Peacebuilding Forum von Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär im BMZ, und Monsignore Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzender von Misereor. In der anschließenden öffentlichen Podiumsdiskussion standen die Suche nach Antworten auf die komplexen Herausforderungen für Friedensförderung, neuen Wege der Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure sowie ein Paradigmenwandel hin zu lokal definierten Prioritäten im Mittelpunkt.

Der zweite Tag des FriEnt Peacebuilding Forums richtete sich an ein knapp 150-köpfiges Fachpublikum aus Praxis, Politik und Wissenschaft. Neben weiteren Podiumsdiskussion und Arbeitsgruppen zu aktuellen Prozessen und Dynamiken in der Friedensförderung, bot das Forum den Gästen auch die Gelegenheit, sich über die Teilveranstaltungen hinaus über eigene Projekte und innovative Ideen auszutauschen und sich miteinander zu vernetzen.

Weitere Informationen sowie ausführliche Berichte von den einzelnen Diskussionen und aus den Arbeitsgruppen sind hier (nur auf Englisch) verfügbar.

Der Flyer zur Veranstaltung ist hier verfügbar.

Die Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt) ist ein Zusammenschluss von staatlichen Organisationen, kirchlichen Hilfswerken, zivilgesellschaftlichen Netzwerken und politischen Stiftungen. Ziel von FriEnt ist es, Kompetenzen zu bündeln, Vernetzung und Kooperation zu fördern sowie zu einer konfliktsensiblen Entwicklungszusammenarbeit beizutragen.

KFW-Podiumsdiskussion

Entwicklungspolitik nach der Bundestagswahl
Im Gespräch mit Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

28. Januar 2014, Historischer Kassensaal der KfW Niederlassung Berlin

Mitte Dezember 2013 wurde Dr. Gerd Müller als 13. Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklugn vereidigt. Seine Ankündigung, eine Zukunfts-Charta der deutschen Entwicklungspolitik erarbeiten zu wollen, die neue Leitlinien an die Hand gibt, hat inhaltliche Erwartenungen und Neugier geweckt. Welche Themen und Schwerpunkte der Entwicklungspolitik werden in der neuen Legislaturperiode gesetzt? Welche Prinzipien und Leitlinien werden eine Rolle spielen?

Neben Bundesminster Dr. Gerd Müller diskutierten auch INEF-Direktor Prof. Dr. Tobias Debiel, Bärbel Dieckmann (Präsidentin, Welthungerhilfe), Tanja Gönner (Vorstandsvorsitzende, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, GIZ) und Dr. Stefan Mair (Mitglied der Hauptgeschäftsführung, Bundesverband der Deutschen Industrie, BDI) auf dem Podium.

Die Veranstaltung wurde von Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW, mit einem Grußwort eröffnet.

 

Internationales Symposium der Deutschen Stiftung Friedensforschung und dem Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung

Peacebuilding in Crisis? Experience and New Perspectives

23.-25. Januar 2014, Universität Osnabrück

Seit einigen Jahren wird in der internationalen Forschung eine kontroverse Debatte über Peacebuilding-Konzepte geführt, die in der deutschen Friedens- und Konfliktforschung bislang kaum Widerhall gefunden hat. Das Internationale Symposium knüpfte an diese Diskussionen an und fragte auf der Grundlage einer kritischen Analyse der bisherigen ambivalenten Erfahrungen mit Prozessen der Friedenskonsolidierung danach, mit welchen Forschungskonzepten neue Perspektiven auf das Themenfeld eröffnet und welche Schlussfolgerungen für wissenschaftliche Politik- und Gesellschaftsberatung gezogen werden können. An der Tagung nahmen namhafte internationale ExpertenInnen teil. Auch INEF-Direktor Tobias Debiel stellte ein Papier zum Thema Hybridity, Relational Sensibility and the Local: On the Limits of Post-Liberal Peacebuilding vor.

Das Programm der Konferenz steht hier zur Verfügung.

Weiter Informationen zum Symposium gibt es hier.

Development Day des UAMR Graduate Centre for Development Studies am Campus Duisburg

Development Challenges in a Changing Context of Global Cooperation

4. November 2013, Universität Duisburg-Essen

Im 2011 gegründeten UAMR Graduate Centre for Development Studies bündeln das Institut für Politikwissenschaft (IfP), das INEF und das Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE), Ruhr-Universität Bochum, gemeinsame Aktivitäten im Bereich der postgradualen Ausbildung und der Forschung.

In Kooperation mit dem Käte Hamburger Kolleg/ Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21) veranstaltete das Graduate Centre am 4. November 2013 den diesjährigen Development Day unter der Überschrift „Development Challenges in a Changing Context of Global Cooperation" an der Universität Duisburg-Essen am Campus Duisburg.

Auf die Eröffnung der Veranstaltung durch Prof. Dr. Ute Klammer, Prorektorin der Universität Duisburg-Essen, folgte ein kurzer Überblick zu den aktuellen Aktivitäten des Graduate Centre und eine Keynote von Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) sowie Direktor des KHK/CGCR21, zu den gegenwärtigen Herausforderungen der Entwicklungsforschung.

Im Anschluss präsentierten ForscherInnen aller beteiligten Institutionen in vier verschiedene Panels aktuelle Forschungsergebnisse u.a. zu den Themen The Global Development Agenda, Developmental Interventions at Micro-Level, Critical Perspectives: Post-Development, Law and Human Rights und Ideas, Knowledge and Institutions. Zudem stellten WissenschaftlerInnen und DoktorandInnen des Graduate Centre ihre Forschungs- und Promotionsprojekte mit Hilfe von Posterpräsentationen vor.

Das detaillierte Programm finden Sie hier.

Ein ausführlicher Bericht ist hier verfügbar. Der Bericht ist ein Ausschnitt aus den News No. 18 (December 2013) des Instituts für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE), Ruhr-Universität Bochum, die hier heruntergeladen werden können.

Weitere Informationen zum UAMR Graduate Centre for Development Studies sind hier verfügbar.

Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21) und INEF organisieren gemeinsamen Workshop

India's Role in Global Cooperation: Curbing or Shaping World Politics?

11. Juni 2013

Gemeinsam mit dem INEF veranstaltete das Käte Hamburger Kolleg/ Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21) den Workshop India’s Role in Global Cooperation: Curbing or Shaping World Politics?” mit vergleichenden Perspektiven auf den BRICS- und dem IBSA-Kontext. Es kamen rund 20 ExpertInnen zusammen, darunter auch Prof. Ramesh Thakur, Direktor des Centre for Nuclear Non-Proliferation and Disarmament (CNND), und Prof. Dr. Herbert Wulf, Senior Expert Fellow am KHK/GCR21 und Adjunct Senior Researcher am INEF. Der Workshop zielte auf eine Kombination des Diskurses über die indische Wirtschaftsentwicklung - einhergehend mit dem wachsenden wirtschaftlichen und politischen Einfluss der BRICS - und des Diskurses über die historischen Veränderungen im indischen Außenpolitikkonzept ab.

Ein ausführlicher Bericht zum Workshop und weitere Informationen sind hier verfügbar.

32. FORUM GLOBALE FRAGEN sef: und INEF als Kooperationspartner

Erfolgsfaktoren und Fallstricke externer Demokratieförderung
Logo Forum Globale Fragen

Was steht hinter Schlagwörtern wie Demokratieförderung? Welche Faktoren sind ausschlaggebend für eine erfolgreiche Demokratisierung? Unter anderem mit diesen Fragen beschäftigte sich das 32. Forum Globale Fragen, das das Auswärtigen Amt in Kooperation mit der sef: und dem INEF am 7. Mai 2013 in Berlin veranstaltete. Unter dem Titel Im Namen des Volkes? Erfolgsfaktoren und Fallstricke externer Demokratieförderung diskutierten VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die verschiedenen Aspekte des Themas.

Einen kurzen Bericht zur Veranstaltung und weitere Informationen können Sie auf der Website des Auswärtigen Amts finden.

INEF-Workshop in Zusammenarbeit mit dem Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research

Workshop Responsibility and Judgement in a World of Complexity mit Prof. David Chandler (PhD)

Am 4. Februar 2013 organisierte das INEF den Workshop in Zusammenarbeit mit dem Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/CGCR) am Campus Duisburg. Prof. David Chandler (PhD), University of Westminster und Senior Fellow am KHK/CGCR begann die anregende Diskussion mit einem Beitrag zur Ethik der Verantwortung. Es folgten Kommentare u.a. von Prof. Jan Aart Scholte (PhD), University of Warwick und Senior Fellow am KHK/CGCR.

Einen kurzen Bericht über den Workshop finden Sie hier.

Expertenworkshop in Marokko

Peaceful Change and Violent Conflict - The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations in Rabat, 21. bis 23. November 2012

Als Teil des Projektes Peaceful Change and Violent Conflict - The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations und in Kooperation mit Partnern aus Marokko und Pakistan organisierte das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) vom 21. bis 23. November 2012 einen Expertenworkshop in Rabat. Für diesen Workshop kamen WissenschaftlerInnen aus den am Projekt beteiligten Ländern zusammen, um über den unterschiedlich verlaufenden Wandel in der Region zu diskutieren. Der Workshop zielte darauf ab, die begonnene Kooperation zu vertiefen, erste Forschungsergebnisse zu reflektieren und zukünftige Aktivitäten zu planen. Im Mittelpunkt standen Fragen von klassenbasierten, kulturellen, religiösen, tribalen und ethnischen Identitäten und deren Rolle für politische Wandlungsprozesse. Zudem wurde der Entwurf eines ersten Projektarbeitspapiers diskutiert.

Das Programm des Workshops steht hier zum Download bereit.

Mehr zu dieser Veranstaltung und weitere Informationen sind auf der Website des Projekts zu finden.

Workshop der Task Force on the EU Prevention of Mass Atrocities"

EU-Beitrag zur Prävantion von Kriegsgräueln und Völkermord

19. November 2012, SWP Berlin, Ludwigkirchplatz 3-4, 10719 Berlin

Zusammen mit dem Käte Hamburger Kolleg/ Centre for Global Cooperation Research (KHK/CGCR), der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) Berlin und der Foundation for the International Prevention of Genocide and Mass Atrocities organisierte das INEF einen Workshop, um den aktuellen Entwurf des Berichtes der Task Force on the EU Prevention of Mass Atrocities zu diskutieren. Die Task Force hat sich 2012 mit dem Ziel gegründet, auf der Basis bestehender EU Dokumente, Experteninterviews und durch eine Analyse der 'best practices' einen Bericht zu verfassen, der die Notwendigkeit europäischen Handelns gegen Kriegsgräuel und Völkermord aufzeigen soll.

An dem Workshop nahmen 30 ExpertInnen aus Wissenschaft, Politik, Administration und Zivilgesellschaft teil und leisteten einen wertvollen Beitrag, um den Bericht weiter zu voran zu bringen. Im Zentrum der Diskussion standen dabei die Handlungsempfehlungen, die die Task Force für die politischen Entscheidungsträger formulieren möchte, aber auch die Aktualität des Themas angesichts der aktuellen Entwicklungen in Syrien und der Demokratischen Republik Kongo.

Geleitet wurde der Workshop durch Barbara Lippert, Forschungsdirektorin der SWP, Tobias Debiel, Direktor des INEF und des Käte Hamburger Kolleg/ Centre for Global Cooperation Research (KHK/CGCR), und Gyorgy Tatár, Vorsitzender des Kuratoriums der Foundation for the International Prevention of Genocide and Mass Atrocities. Der Bericht soll im nächsten Jahr vorgestellt werden und Vorschläge präsentieren, wie sich die EU engagieren könnte, um Kriegsgräueln und Völkermord vorzubeugen.

Weiter Informationen und den Bericht finden Sie auf der Website des Projekts.

Bonn Symposium 2012

Paradigmenwechsel 2012: Auf dem Weg zu einer neuen Agenda für nachhaltige Entwicklung

Am 13.-14. November 2012 stellt die Stiftung Entwicklung und Frieden gemeinsam mit dem Global Policy Forum die Diskussion über die zukünftige Entwicklungsagenda nach dem Jahr 2015 in das Zentrum ihres Bonn Symposiums 2012. Über die Debatte nach einem neuen Set globaler Entwicklungsziele hinausgehend, soll auch über die weit grundsätzlichere Frage diskutiert werden, was Entwicklung in einer sich immer stärker ausdifferenzierenden Welt künftig bedeutet. Wie sollten neue Strategien und Kooperationsformen angesichts einer zunehmenden Akteursvielfalt und einer wachsenden Interdependenz globalpolitisch ausgestaltet sein? Im Rahmen der Veranstaltung organisiert Cornelia Ulbert, Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF), einen von sieben Workshops mit dem Thema Überschätzt oder verkannt? Der Einfluss privater Stiftungen auf die globale Entwicklungsagenda.

Weitere Informationen und eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

INEF organisiert Tagung gemeinsam mit BMZ

Bilanz: 1 Jahr Menschenrechtskonzept des BMZ. Im Fokus: Menschenrechte und Unternehmensverantwortung

Am 24. und 25. Oktober veranstaltet das INEF gemeinsam mit dem BMZ eine Konferenz zum neuen Menschenrechtskonzept des BMZ mit einem besonderen Fokus auf „Wirtschaft und Menschenrechte". In Kürze finden Sie auf der Website des INEF-Projekts „Menschenrechte, Unternehmensverantwortung und nachhaltige Entwicklung" weitere Informationen hierzu sowie das ausführliche Programm der Konferenz.

UAMR-Graduate Centre for Development Studies

Doktorandenkonferenz zu internationaler Entwicklung

Gemeinsam organisiert vom Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE) der Ruhr-Universität Bochum, INEF, dem Institut für Politikwissenschaft (IfP) der Universität Duisburg-Essen, der School of International Development (Universität East Anglia) und dem International Institute of Social Studies (Den Haag) findet am 18. und 19. September am IEE die erste Doktorandenkonferenz zu internationaler Entwicklung statt. Im Mittelpunkt stehen thematische Workshops, bei denen DoktorandInnen ihre Promotionsvorhaben vorstellen, u. a. zu den Themen „Impact of Development Interventions", „Poverty and Social Security" und „Conflict and Crisis". Weitere Informationen finden Sie hier.

Duisburger Studierende und Wissenschaftler besuchen die University of Tehran

Deutsch-Iranischer Studierendenaustausch

Vom 1. bis zum 15. Oktober 2012 werden zehn Studierende und zwei Wissenschaftler des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF) die Faculty of World Studies an der University of Tehran besuchen. Es ist der Gegenbesuch im Rahmen eines deutsch-iranischen Studierendenaustauschs. Die iranische Studierendengruppe besuchte die Universität Duisburg-Essen bereits im Mai 2012. Der Austausch ist Teil des vom DAAD-geförderten Projekts Peaceful Change and Violent Conflict - The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations". Neben Workshops, Seminaren und Vorlesungen werden die Studierenden an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen, um mehr über die iranische Kultur und Gesellschaft zu lernen und das Land insgesamt kennenzulernen.

Internationale Summer School

Peaceful Change and Violent Conflict - The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations"

Vom 30. Juli bis zum 4. August organisierte das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) in Kooperation mit der Mohammed V Universität, Rabat (Marokko) und der Quaid-i-Azam Universität, Islamabad (Pakistan) eine Summer School zum Thema Peaceful Change and Violent Conflict - The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations" in Duisburg. Die Summer School behandelte dabei den sogenannten Arabischen Frühling aus verschiedenen theoretischen Perspektiven. Neben dem akademischen Austausch und verschiedenen Exkursionen stand vor allem auch der interkulturelle Dialog im Mittelpunkt.

Das Programm der Summer School finden Sie hier.

Fotos der Summer School finden Sie hier.

Brigitte Hamm nimmt am 3. Juli an Podiumsdiskussion teil

Transnationale Gerechtigkeit und Neue Soziale Bewegungen

Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen einer Ringvorlesung zum Themenfeld „Wege zu einer solidarischen Gesellschaft - Der Beitrag der Menschenrechte“ statt, die vom Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik der Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit dem Nürnberger Menschenrechtszentrum (NMRZ) veranstaltet wurde.

Weiter Informationen finden Sie hier.

Vortrag von Jan Hanrath mit anschließender Diskussion

Der Arabische Frühling – Eine Zwischenbilanz der Umbrüche im Nahen Osten

Mittwoch, 18.01.2012, Technische Universität Dortmund, Physik, Raum P1-02-323, 13 - 15 Uhr

Das Jahr 2011 bedeutete für die Region des Nahen Ostens einen tiefgreifenden Wandel, der oft als arabischer Frühlingoder Arabellion bezeichnet wird. Nach Jahren der Stagnation und der Verkrustung in autoritären Strukturen begannen Demokratiebewegungen, breite gesellschaftliche Mobilisierungen und in einzelnen Fällen aufständische Gruppen plötzlich und zunächst erfolgreich gegen diese Zustände aufzubegehren. Beginnend mit dem Sturz Ben Alis in Tunesien war vermeintlich eine Dynamik in Gang gekommen, die nach und nach auf die meisten Länder der Region überzugreifen schien und erwarten ließ, dass oftmals seit Jahrzehnten herrschende Eliten gestürzt würden. Doch schon der beginnende Bürgerkrieg und die darauf folgende internationale Militärintervention in Libyen sowie die gewaltsamen Entwicklungen in Ländern wie Jemen, Bahrain oder ganz aktuell Syrien machten deutlich, dass die Protestbewegungen weder automatisch und schnell in demokratischen Verhältnissen münden, noch dass diese Revolutionen identisch verlaufen würden.
Der Vortrag versucht nach rund einem Jahr der Proteste, Aufstände und Umstürze eine erste Bilanz zu ziehen und fasst wesentliche Charakteristika der gegenwärtigen Entwicklungen im Nahen Osten zusammen.

UDE-Workshop zum Start des Käte Hamburger Kollegs

Global GovernanceRevisited: Normative-Cultural Claims and Problems of Legitimacy in International Negotiation Arenas"

5./6. Dezember 2011 im Gerhard-Mercator-Haus an der Universität Duisburg-Essen am Campus Duisburg

Der Workshop dient der Vorbereitung des Käte Hamburger Kollegs "Politische Kulturen der Weltgesellschaft. Chancen globaler Kooperation im 21. Jahrhundert", das voraussichtlich ab dem 1. Februar 2012 für zunächst sechs Jahre vom BMBF gefördert wird. Das Kolleg verfolgt das Ziel, gemeinsam mit KollegInnen aus Forschung und Praxis Wege zu finden, wie globale Kooperationsprozesse in einer plurikulturellen Weltgesellschaft so gestaltet werden können, dass effektive Lösungen im Rahmen internationaler Verhandlungen möglich werden. Es wird eng mit dem interdisziplinären Profilschwerpunkt Wandel von Gegenwartsgesellschaften: Ordnungsbildung in entgrenzten Verhältnissen" und weiteren Einrichtungen der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammenarbeiten.

Der Workshop in Duisburg wird federführend vom Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) organisiert und durch den Profilschwerpunkt Wandel von Gegenwartsgesellschaften" gefördert. Wie Sie dem beigefügten Programm entnehmen können, konnten wir als Referenten national sowie international renommierte ForscherInnen und PraktikerInnen gewinnen, die im Rahmen von Roundtable-Diskussionen, Arbeitsgruppen und Vorträgen gemeinsam mit WissenschaftlerInnen aus den am Kolleg beteiligten Instituten (DIE, KWI und INEF) und der UDE kreative und neue Ideen für zukünftige Forschungsagenden entwickeln werden.

Am Vormittag des 5. Dezember steht der Workshop allen Interessierten offen.

Da die Zahl der TeilnehmerInnen in den anderen Phasen des Workshops begrenzt ist, möchten wir Sie bitten, sich bei Interesse an einer Teilnahme an weiteren Teilen des Programms bei unserer Kollegin Özlem Ipiv anzumelden (oezlem.ipiv@inef.uni-due.de)

KWI-Fachtagung in Zusammenarbeit mit dem INEF

Wirtschaftsethik zwischen den Kulturen. Leitbilder, Werte und Normen in interkulturellen Wirtschaftsprozessen

Teilnehmer: Helmut Leipold, Carsten Hermann-Pillath, Tong Chee Kiong, Pham Van Duc u.a.

Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Goethestraße 31

Leitung: Ludger Heidbrink, Hans-Georg Soeffner, Imke Schmidt (KWI) und Brigitte Hamm (INEF)

Teilnehmer: Helmut Leipold (Universität Marburg), Carsten Hermann-Pillath (Frankfurt School of Finance & Management), Tong Chee Kiong (NUS, Singapur), Pham Van Duc (VASS, Hanoi) u.a.

Eine Tagung der Forschungsschwerpunkte Verantwortungskultur und Interkultur am KWI in Zusammenarbeit mit dem Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-Essen.

Anmeldung bis zum 14. Juni bei ursula.sanders@kwi-nrw.de

Das Programm und weitere Informationen finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Friedensgutachten auf den Seiten des LIT-Verlags hier.

Brigitte Hamm als Sachverständige bei Anhörung im Bundestag

INEF-Mitarbeiterin Dr. Brigitte Hamm hat am 6. April 2011 als Sachverständige bei einer Anhörung des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe zum Thema „Menschenrechtliche Verantwortung internationaler Unternehmen“ mitgewirkt. Im Mittelpunkt der Diskussion standen verschiedene Arten der Steuerung und Regulierung für das Ziel des Menschenrechtsschutzes im Kontext der globalen Wirtschaft. In ihrer ausführlichen Stellungnahme erläuterte Brigitte Hamm existerierende Verhaltenskodizes für Unternehmen, Chancen und Grenzen in ihrem Einfluss auf Unternehmensverhalten, identifizierte Regionen und Sektoren mit besonderem Regulierungsbedarf und diskutierte vor diesem Hintergrund die Rolle der Staaten.

Brigitte Hamms Stellungnahme kann hier heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zu der Sitzung stehen hier zur Verfügung.

Die Studie ist hier abrufbar.

Weitere Informationen zur aktuellen Projektphase (2011-2012) finden Sie hier.

Gastvortrag von Frau Anke Oppermann, Pakistan-Referentin des BMZ, Berlin

Deutsche Entwicklungspolitik in Pakistan – Zwischen Konfliktbezug und MDGs"

Im Rahmen des BA-Seminars „Entwicklungsprobleme und Integrationspolitik in unterschiedlichen Regionen: Das Beispiel Pakistan/Südasien“ von PD Dr. Jochen Hippler hielt Anke Oppermann am 1. Februar 2011 einen Gastvortrag. Frau Oppermann ist Pakistan-Referentin des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Ort und Zeit: MB 242, am 1. Februar 2011, 16-18 Uhr

INEF-Jubiläumsveranstaltung

20 Jahre Forschung und Problembearbeitung an der Schnittstelle von Entwicklung und Frieden

Am 5. November 2010 feierte das INEF sein 20-jähriges Jubiläum mit einer eintägigen Festveranstaltung im Tectrum in Duisburg. Neben einem Rückblick auf zwei Jahrzehnte anwendungsorientierter Grundlagenforschung und Politikberatung an der Schnittstelle von Entwicklung und Frieden widmeten sich in- und ausländische ExpertInnen in verschiedenen Diskussionsrunden den Herausforderungen für die globale Politikgestaltung sowie den Fallstricken des Transfers zwischen Wissenschaft und Praxis.

Nach einer kritischen Würdigung der bisherigen Arbeit des Instituts durch Prof. Dr. Lothar Brock (Universität Frankfurt/Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, HSFK) standen zentrale Arbeitsfelder des INEF im Mittelpunkt der Festveranstaltung. Nachdem das INEF maßgeblich die Auseinandersetzung um Fragen von „Global Governance“, Prozessen des globalen Regierens, in Deutschland mitgeprägt hat, widmete sich am Vormittag ein Panel mit in- und ausländischen Gästen, darunter Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Senghaas (Universität Bremen) und Prof. Dr. Anna Leander (Copenhagen Business School), der Debatte um „Global Governance zwischen Weltordnungspolitik und hegemonialem Diskurs“. Dabei ging es sowohl um unterschiedliche theoretische Zugänge zur Analyse, Beschreibung und Gestaltung von „Global Governance“, als auch um die Frage, welche Machtbeziehungen in Diskurs und Praxis von „Global Governance“ deutlich werden. Als Institut, das anwendungsorientierte Grundlagenforschung mit Politikberatung verbindet, muss sich das INEF beständig neuen Herausforderungen stellen. Klare Handlungsanweisungen, die Politik von der Wissenschaft erwartet, sind häufig nicht einfach zu formulieren, wenn sich normative Leitorientierungen erst in gesellschaftlichen Diskussionsprozessen herausbilden. Zugleich erschweren es aber auch unklare Ursache- und Wirkungszusammenhänge, Empfehlungen zur Wahl von Strategien und Instrumenten abzugeben. Dem Umgang mit diesen Herausforderungen widmeten sich am Nachmittag zwei einführende Referate von Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), und Dr. Inge Kaul, ehem. Direktorin des Office for Development Studies des United Nations Development Programme (UNDP), sowie ein Roundtable zum Thema „Politikberatung zu globalen Fragen“.

Das Programm der Festveranstaltung finden Sie hier.

Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Nach dem G8/G20-Gipfel in Kanada: Neue Weltordnung in Sicht?

Beyond Crisis - The Future of Global Order(s)"

In Kooperation mit dem Forschungsrat der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) und der Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF) organisierte das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) eine internationale Fachkonferenz zu neuen globalen Machtkonstellationen am 1./2. Juli 2010 in Bonn.

Die aktuelle globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat die bestehenden weltweiten Herrschafts- und politischen Steuerungsstrukturen erschüttert. Neue multipolare Machtkonstellationen und informelle Steuerungsmechanismen gewinnen an Einfluss - eine Entwicklung wird sichtbar, die die internationale Politik vor große Herausforderungen stellt. Dies schlägt sich insbesondere im Bedeutungsverlust der G8 nieder, die bei der Regulierung des internationalen Finanzsystems, aber auch bei Umwelt-, Klima- und Handelsfragen zunehmend durch die Gruppe der 20 (G20) oder informelle Kooperationen zwischen Ländern abgelöst wird. Aber sind diese neuen Kooperationen tatsächlich geeignet, die weltweiten Probleme zu steuern? Wie kann eine Weltordnung aussehen, die in der Lage ist, diese zu bewältigen?

Diese Fragen diskutierten FachwissenschaftlerInnen und ExpertInnen staatlicher und nicht-staatlicher Organisationen im Rahmen der zweitägigen internationalen Konferenz Beyond Crisis – The Future of Global Order(s). Die englischsprachige Fachtagung nahm den G8-Gipfel in Muskoka/Kanada im Juni 2010 zum Anlass, aktuelle Entwicklungen in der Weltpolitik systematisch aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

Die Auftaktveranstaltung beschäftigte sich mit der Entstehung neuer globaler Strukturen. Horizontale, informelle Governance-Mechanismen verdrängen zunehmend die hierarchische Steuerung der Global Governance und multipolare Machtkonstellationen verändern sich. Dies zeigt sich am Bedeutungsverlust der G8 und der immer größeren Rolle der G20 in globalen Finanz-, Umwelt- oder auch Handelsfragen. Multilaterale Ordnungsstrukturen bleiben dennoch unverzichtbar.

Im Rahmen der Fachtagung am 2. Juli gingen die Referenten der Frage nach, ob derzeitige Weltstrukturen und besonders das UN-System für die Bewältigung globaler Probleme ausreichend sind und an welcher Stelle Reformbedarf herrscht. Die Debatten zu globalen Strukturen in den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit und Entwicklung vermittelten Anregungen für eine neue Weltordnung und die Zukunft globaler Ordnungspolitik. 

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