Journal of Intervention and Statebuilding Vol. 10 No. 2

Beiträge im "Journal of Intervention and Statebuilding"
Pol Bargués-Pedreny und Peter Finkenbusch

Interventionen seit dem Ende des Kalten Krieges sind zu einem zentralen Element des internationalen Systems geworden. Obwohl das „liberal peace“-Projekt zunehmend kritisiert wird, werden internationale Interventionen immer dauerhafter und umfangreicher. Pol Bargués-Pedreny erklärt dies in seinem Artikel From Promoting to De-Emphasizing ‘Ethnicity’: Rethinking the Endless Supervision of Kosovo mit einem internationalen Fokus auf ethnische Aspekte von Bürgerkriegen. Sobald Konflikte als ethnisch verstanden werden, entsteht ein dauerhafter Bedarf an therapeutischen internationalen Engagement. Peter Finkenbusch geht in seinem Artikel Expansive Intervention as Neo-Institutional Learning: Root Causes in the Merida Initiative der Frage nach, warum die Reichweite von Interventionspolitiken stetig zunimmt. Er argumentiert, dass ein neo-institutioneller Ansatz stets „tiefere“, informelle Institutionen ausmacht, an denen gearbeitet werden muss, bevor liberale Marktwirtschaften effektiv funktionieren können.

23.06.2016

Friedensgutachten 2016

Friedensgutachten 2016
Johannsen, Margret / Schoch, Bruno / Mutschler, Max M. / Hauswedell, Corinna / Hippler, Jochen

“Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlingspolitik solidarisch gestalten”. Mit dieser Forderung richten sich die Herausgeber und Herausgeberinnen des Friedensgutachten 2016 in diesem Jahr an die Bundesregierung und die Regierungen Europas. Anlässlich des dominierenden Themas in Politik und Medien stellt auch das diesjährige Friedensgutachten Flucht und Fluchtursachen in den Fokus, wobei diesen der zentrale Begriff der Verantwortung gegenübergestellt wird. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen beurteilen dabei die Konfliktrealität aus friedenspolitischer Perspektive und gehen beispielsweise auf die Konflikte im Irak und in Syrien sowie deren Auswirkungen auf die bereits instabile Region ein. Die Herausgeber und Herausgeberinnen Margret Johannsen (IFSH), Bruno Schoch (HSFK), Max M. Mutschler (BICC), Corinna Hauswedell (FEST) und Jochen Hippler (INEF) stützen ihre überspannende Stellungnahme auf diese Beiträge.

Erfahren Sie mehr unter unseren Publikationen.

08.06.2016

Attila Kisbenedek / AFP / Getty Images

Veranstaltung zum Friedensgutachten 2016
Abendforum der Evangelischen Akademie zu Berlin am 7. Juni 2016

Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Jahrbuch der Institute für Friedens- und Konfliktforschung in der Bundesrepublik. Es erscheint 2016 zum 30. Mal und wird nach der Vorstellung in der Bundespressekonferenz in der Evangelischen Akademie diskutiert. In Anknüpfung an den diesjährigen Schwerpunkt des Friedensgutachtens „Fluchtursachen in den Fokus. Verantwortung übernehmen“ wird in einem Podiumsgespräch der Frage nachgegangen, wie Europa durch Fluchtgeschehen und Flüchtlingspolitik verändert wird und in welche Richtung es sich verändern sollte.

Auf einer Abendveranstaltung im Französischen Dom (Berlin) wird das diesjährige Friedensgutachten vorgestellt. Daneben wird in Anknüpfung an den Schwerpunkt des Friedensgutachtens 2016 „Fluchtursachen in den Fokus. Verantwortung übernehmen“ in einem Podiumsgespräch diskutiert, wie Europa durch Fluchtgeschehen und Flüchtlingspolitik verändert wird und in welche Richtung es sich verändern sollte. Erfahren Sie hier weitere Details zur Veranstaltung.

07.06.2016

Business and Human Rights in the Global Economy

Business and Human Rights in the Global Economy
Hamm, Brigitte (Hrsg.)

Die von INEF-Mitarbeiterin Dr. Brigitte Hamm herausgegebene Aufsatzsammlung „Business and Human Rights in the Global Economy“ richtet sich insbesondere an Studierende. Der Sammelband zeichnet den Diskurs nach, der 2011 zur Verabschiedung der UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte durch den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen führte. Diese Leitprinzipien gelten als das derzeit wichtigste Instrument zur Steuerung von Unternehmensverhalten in der globalen Wirtschaft. Die Menschenrechte bilden hierbei die normative Grundlage. Durch die Verknüpfung verbindlicher staatlicher Schutzpflichten für die Menschenrechte und einer auf Freiwilligkeit und Corporate Social Responsibility basierenden Vorstellung einer Unternehmensverantwortung für die Menschenrechte sollen durch die Umsetzung der Leitprinzipien globale Steuerungslücken geschlossen werden.

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12.01.2016

©AsianDevelopmentBank (CC-Flickr)

Neues Forschungsprojekt
Wege aus extremer Armut, Vulnerabilität und Ernährungsunsicherheit - Möglichkeiten einer besseren Erreichung extrem armer, vulnerabler und ernährungsunsicherer Bevölkerungsgruppen durch die staatliche deutsche Entwicklungszusammenarbeit

Am 1. Oktober 2015 startete ein neues Forschungsprojekt am INEF. Ziel des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Vorhabens ist es, Empfehlungen für die deutsche staatliche Entwicklungszusammenarbeit zu entwickeln, mit welchen Maßnahmen diese extrem arme, ernährungsunsichere und vulnerable Bevölkerungsgruppen erreicht und nachhaltig zu einem besseren Lebensstandard verholfen werden können.

Lesen Sie dazu mehr unter unseren Projekten.

19.11.2015

Deutsche Stiftung Friedensforschung

Neues Forschungsprojekt
Peacebuilding im Spannungsfeld internationaler und lokaler Wahrnehmungen Einsichten aus dem ‚Laboratorium‘ Bougainville

Das von der Deutschen Stiftung Friedensforschung geförderte Projekt thematisiert die Beziehungen und Interaktionen internationaler und lokaler Akteure in Peacebuilding-Prozessen. Es analysiert, wie sich Wahrnehmungen, Erwartungen, Einstellungen und Verhaltensweisen an der Schnittstelle von lokaler und internationaler Ebene verändern.

Weitere Informationen finden Sie hier .

12.10.2015

INEF Insights/Einblicke 2015

INEF Einblicke 2015

Das INEF gibt mit den INEF Einblicken 2015 in diesem Jahr erneut einen zusammenfassenden Überblick über seine aktuelle Abeit in Forschung, akademischer Kooperation und Politikberatung.

Neben einer Auswahl an Projekten und Publikationen sind diesjährige Besonderheiten der Rückblick auf das 25jährige Bestehen des INEF sowie die Vorstellung des neuen Forschungsprogramms unter dem Titel “Verantwortung in einer konfliktiven Weltgesellschaft”.

Die INEF Einblicke 2015 werden in Deutsch und Englisch verfasst und stehen hier zum Download bereit.

23.09.2015

IR109_englisch_Cover

Human Rights Due Diligence through Stakeholder Engagement? The Case of a Copper-Gold Mine in the Philippines, INEF-Report 109
Hamm, Brigitte / Schax, Anne

Der INEF-Report 109 untersucht, inwieweit die Einbeziehung von Stakeholdern als ein Verfahren privater Steuerung (Private Governance) einen Beitrag zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht eines Unternehmens leisten kann. Hierfür bildet der Fall des Stakeholder Engagement Programms des Unternehmens SMI für eine geplante Kupfer-Goldmine auf den Philippinen in der Phase vor der Inbetriebnahme des Projektes die Grundlage. Die Kriterien für gutes Stakeholder-Engagement der International Finance Corporation (IFC) dienen als Maßstab für die Analyse und die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte bilden den konzeptionellen Rahmen. Aus einer menschenrechtlichen Perspektive zeigt die Untersuchung, dass sowohl das Stakeholder Engagement Programm von SMI als auch die Richtlinien Schwachstellen aufweisen, die sich negativ auf den Prozess der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht auswirken.

21.09.2015

Friedensgutachten 2015

Friedensgutachten 2015
Janet Kursawe / Margret Johannsen / Claudia Baumgart-Ochse / Marc von Boemcken / Ines-Jacqueline Werkner (Hrsg.)

„Deutschland muss mehr Verantwortung für den Frieden übernehmen“, wenden sich die Herausgeberinnen und der Herausgeber des diesjährigen Friedensgutachtens an die Bundesregierung, und greifen damit den Ruf nach mehr internationaler Verantwortung und die breitere öffentliche Debatte über Deutschlands Rolle in der Welt auf. Unter Federführung von INEF-Mitarbeiterin Dr. Janet Kursawe entstand das diesjährige Friedensgutachten, das im Auftrag der fünf deutschen Friedensforschungsinstitute herausgegeben und von der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) gefördert wird. In zehn Kapiteln nähern sich die Autorinnen und Autoren dem Schwerpunkt „Verantwortung für den Frieden“ mit so unterschiedlichen Beiträgen wie „Deutsche Verantwortung für den Frieden in Europa – das Beispiel der Ukraine“, „Friedensförderung im Spannungsfeld zwischen Geschlechtergerechtigkeit und lokalen Differenzen“ oder etwa von INEF-Mitarbeiterin Angelika Spelten „Prävention – ein Plädoyer für mehr Realitätsbezug“. Darüber hinaus widmen sich Beiträge „Aktuellen Brennpunkten“, so z. B. INEF-Geschäftsführerin Dr. Cornelia Ulbert der „Ebola-Epidemie als Herausforderung für staatliches und internationales Handeln: Diagnose und Lehren“ und INEF-Mitarbeiter PD Dr. Jochen Hippler in „Der „Islamische Staat“ – Auseinandersetzungen um den Charakter von Staatlichkeit in der MENA-Region“.

17.06.2015

Globale Trends 2015

Globale Trends 2015 - Perspektiven für die Weltgesellschaft
Michèle Roth / Cornelia Ulbert / Tobias Debiel (Hrsg.)

Mit den Globalen Trends 2015 setzen die Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) und das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF), die seit 1991 existierende Reihe der Analysen aktueller Trends in den Bereichen Frieden und Sicherheit, Weltgesellschaft sowie Weltwirtschaft und Nachhaltigkeit fort. Wie auch in den vorangegangenen Ausgaben wurden für dieses Standardwerk eine Fülle an weltweit verfügbaren Daten und Informationen anschaulich aufbereitet. Für die Globalen Trends 2015 konnten mit dem Käte Hamburger Kolleg/Center for Global Cooperation Research, einem interdisziplinären Zentrum für globale Kooperationsforschung der Universität Duisburg-Essen, ein weiterer institutioneller Mitherausgeber gewonnen werden.

10.06.2015

Kooperationspartnerschaften des INEF

 

 

Im Feld der Anwendungsorientierung und Politikberatung arbeitet das INEF besonders eng mit der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) sowie der Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt) und der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung e.V. zusammen.

Im Feld der Forschung sowie der Graduiertenausbildung ist das INEF am Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21) sowie am UAR Graduate Centre for Development Studies beteiligt.

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